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Wenn Süßwasserfische Krankheitssymptome zeigen…

Posted by on 19/07/2013

Okay, okay, okay!
Jeder, der ein Haustier hat, wird diese Situation kennen: das heißgeliebte Viecherl macht vielleicht einen apathischen Eindruck, frisst kaum noch, oder es röchelt komisch und mag sich kaum vom Schlafplatz wegbewegen, obwohl es normalerweise immer herumspringt wie ein Gummiball.
Man selbst macht sich im wahrsten Sinne des Wortes “tierische” Sorgen und dreht am Rad – da wird das Viecherl zusammengepackt und sofort zum Tierarzt gefahren. Ich selbst kenne mit Hunden, Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen dieses Szenario allzu gut und bin schon oft genug mit dem jeweiligen Liebling beim Tierarzt gewesen, mit klopfendem Herzen und schweißnasser Stirn.

aquafisch

Es gibt jedoch ein paar Tierchen, die kann man nicht einfach so zusammenpacken und damit zum Tierarzt rauschen – wie man am Beispiel unserer Süßwasserfischlein sieht. Wir kämpfen nun seit Freitag voriger Woche um unsere 5 Mollys, die wir im Aqua haben. Während Sterbais, siam. Rüsselbarben und die ganze Horde Guppys putzmunter wie eh und je herumschwammen und sich nicht anders benahmen als sonst, hingen 4 von 5 Mollys total apathisch herum, verkrochen sich zwischen den Pflanzen und schwammen teilweise sogar fast bäuchlings am Grund herum.

Als wir die Symptome das erste Mal an unserem Silbermolly entdeckten, dachten wir natürlich zuerst an die Wasserwerte, insbesondere an den Nitritwert, welche(n) ich sofort mit dem Koffer-Testlabor von JBL überprüfte. Alle Werte befanden sich jedoch weit im grünen Bereich, sodass wir danach noch ratloser waren.
Nach einer Stunde Beobachten beschlossen wir, einen außertourlichen Wasserwechsel durchzuführen, nachdem auch noch einer der Salz- und Pfeffermollys mit dem selben Verhalten anfing.

guppykollektion

sterbaimunter

Kurz nach dem Wasserwechsel zeigten beide Fische eine Besserung, Beide fingen an, wieder agiler herumzuschwimmen und hörten vor allem auf, sich zwischen den Pflanzenwurzeln zu vergraben. Also atmeten wir erst einmal auf und gingen ins Bett. Am nächsten Tag warf ich gleich einen Blick ins Aqua wo leider nicht viel zu erkennen war (das Licht wird ja automatisch erst um 10 Uhr eingeschalten) – der Silbermolly war jedoch zu sehen, also alles halbwegs normal.

Leider mussten wir gegen Abend wieder die selben Symptome feststellen, nur dass mittlerweile von 5 Mollys schon 4 betroffen waren, lediglich der Black Molly schwamm immer noch putzmunter herum und auch Guppy, Sterbais und Co. verhielten sich normal. Auf gut Glück versuchten wir es also mit einer erhöhten Sauerstoffzufuhr, indem wir den Schlauch einer kleinen Luftpumpe in das Aqua hingen. Immerhin hatten wir eine Wassertemperatur von 27°C, da auch die Außentemperatur relativ heiß war. Und ein bisschen mehr Sauerstoff, so dachten wir, könnte ja nicht schaden.

aqualuft

Eine wirkliche Verbesserung brachte der Sauerstoff allerdings auch nicht, der Silbermolly war mittlerweile mehr tot als lebendig und trieb mehr oder weniger antriebslos mit dem Bauch nach oben am Grund herum. Auch die drei Salz- und Pfeffermollys verkrochen sich entweder zwischen den Pflanzen und rührten sich nicht – gefressen hat keiner der vier Fische. Am nächsten Morgen beschloss ich, in unser Zoogeschäft zu fahren und die Aquarien-Expertin dort zurate zu ziehen, denn ich wusste: wenn mit jemand helfen kann, dass ist das nur SIE ganz allein.

Sie hörte sich meine Beschreibung kurz an, nickte uns startete gleich Richtung Regale weg – während sie nach der richtigen Flasche suchte, erklärte sie mir ihre Vermutung: da nur die Mollys betroffen waren, vermutete sie einen Parasiten, der sich im Hirnstamm der Fische festgesetzt haben könnte. Sie drückte mir eine Flasche Biotopol von JBL – eigentlich ein Wasseraufbereiter, der Leitungswasser in biotopgerechtes Aquarienwasser verwandelt – in die Hand und riet mir, dieses ins Wasser zu den Fischen zu geben.

biotopol

biotopol1

Den Fischen würde der Wasseraufbereiter nichts tun, allerdings würde wohl der vermutete Parasit einen der Inhaltsstoffe nicht vertragen, deswegen absterben und dann ausgeschieden werden. Sollte das Mittel innerhalb von drei Tagen keine Wirkung zeigen, würde sie mir umgehend den Kaufpreis – immerhin 6,99 Euro – umgehend erstatten.
Ich düste also heim und gab sofort die blaue Flüssigkeit gemäß Dosierungsanweisung ins Wasser – danach blieb uns nur Abwarten und Tee trinken.

mollykollektion

Mittlerweile haben wir nun den dritten Tag hinter uns und was soll ich sagen? Alle fünf Mollys sind putzmunter und verhalten sich endlich wieder normal – kein Bauch-nach-oben schwimmen, kein apathisches Herumhängen zwischen Pflanzenwurzeln und fressen tun sie jetzt alle wieder. Wurde auch Zeit, denn besonders der Silbermolly kommt mir mittlerweile klapperdürr vor – wäre er kein Fisch, sondern ein Hund, würde ich sagen, man kann seine Rippen fühlen und abzählen. ;-)

silbermollyfit

Ich bin echt froh darüber, in unserem Zoogeschäft so eine kompetente, freundliche und umwerfend hilfsbereite Aquarienfachfrau gefunden zu haben – ich war vorher schon überzeugt von ihr, aber nach dieser letzten Aktion ist sie meine absolute Lieblingsverkäuferin dort und quasi so etwas wie meine Fischärztin! ;-)
Ob ein normaler Tierarzt bei diesem Problem überhaupt hätte helfen können steht auf einem ganz anderen Blatt Papier… Ich bin auf jeden Fall froh, dass wir unsere wunderschönen Mollys haben retten können!

12 Responses to Wenn Süßwasserfische Krankheitssymptome zeigen…

  1. Denise

    Hach, schön, dass es den fischigen Lieblingen wieder besser geht! Es ist immer gut jemanden an der Hand zu haben, der kompetent und freundlich zugleich ist. Glück für euch und für die Fischis!
    Den Silbermolly finde ich aber nach wie vor wunderschön. :-)
    Habt ihr die 5 Millionen Guppy-Grenze eigentlich schon geknackt? *ggg*

    LG

    • Mestra Yllana

      Ich war so froh, als die sich gleich auszukennen schien und anfing, mit dem Kopf zu nicken – die Frau ist echt der Hammer, die kann man einfach alles fragen und sie gibt auch wirklich gute Ratschläge – und schaut auch aufs Geld, ich mein, die dreht einem nicht immer den teuersten Schmarrn an…

      Der Silbermolly ist auch wirklich unser schönster Fisch, da wäre ich echt traurig gewesen, wenn wir den verloren hätten. Nun ist er halt ein bisserl verhungert, aber den päppeln wir schon wieder auf! =)

      Ui, zum Glück nicht, wir fangen die Babyguppies in regelmäßigen Abständen heraus, imo habe ich eher das Problem, dass nun auch der Black Molly anfängt, munter zu gebären! ;-)

      • Fellmonsterchen

        Ihr fangt die Babyguppies raus — und was passiert dann mit den Kleinen? An dieser Frage dürfte der letzte erkannt haben, dass ich mich mit Fischhaltung so gar nicht auskenne…

        • Mestra Yllana

          DAS möchtest du lieber nicht wissen, Felli, glaub es mir!
          Für einen kleinen Teil haben wir Abnehmer, andere wiederum bring ich ab und an in den Zoo, wenn sie welche nehmen. Einen Großteil jedoch muss ich mit Nelkenöl behandeln.

  2. Sabienes

    Ui, das war jetzt richtig spannend. Ich habe nach den 1. Sätzen auf eine Schwangerschaft getippt. Manchmal hängen die dann auch so in den Seilen und manchmal sterben sie sogar deswegen.
    Von Parasiten habe ich nie etwas gehört. Aber man lernt schließlich nicht aus. Davon abgesehen haben wir gar kein Aquarium mehr. Doch als wir noch eins gehabt haben, haben mir die Fischis auch manchmal ganz schön Kopfschmerzen bereitet.
    LG
    Sabienes

    • Mestra Yllana

      =) Jop, im Nachhinein betrachtet war es auch wirklich sehr spannend, aber währenddessen habe ich mir echt Sorgen gemacht – ich mein, wegen ein paar blöder Fische, ist eigentlich schon ein bisserl doof, aber die Fische ham ma schon sehr arg leidgetan! Und man schaut sie ja auch jeden Tag an, da macht man sich dann schon schlimme Sorgen!

      Ich hätte auch niemals an Parasiten gedacht, eher noch eine Krankheit…

  3. Ruby

    Hey meine Liebe,

    das ist allerdings keine schöne Situation. Es ist ja schon schlimm wenn Tiere krank werden, die man zum Arzt bringen kann. Aber wenn du da keine Möglichkeit hast, ist es ja noch schlimmer und irgendwie auch nerviger.
    Doch ihr habt wirklich großes Glück, dass ihr so eine kompetente Dame im Zoogeschäft habt. Ich meine nicht jeder der Tiere verkauft hat auch Ahnung von ihnen. Das mussten wir leider auch schon feststellen. -.-

    Schön, dass es euren Mollys nun wieder gut geht. :o)

    Lieben Gruß,
    Ruby

    • Mestra Yllana

      *grins* den komischen Mollys geht es noch viel besser, ich hab gestern entdeckt, dass der Black Molly, dem es während der ganzen Misere immer am Besten ging, weil er die Symptome der anderen eigentlich nie zeigte, offensichtlich seinen dicken Bauch verloren hat – dh. sie hat ihre Babys bekommen, lauter kleine, schwarze Mini-Babyfischchen, total niedlich!

      Ja, gerade in Zoogeschäften trifft man oft auf Verkäufer, die keine Ahnung haben. Da mag ich dann auch nimmer einkaufen..

  4. Fellmonsterchen

    Ein Glück, dass es den Molly wieder besser geht. Sorgen um Molly sind mir ja nicht fremd, aber mit meiner Molly kann ich wenigstens zum Tierarzt gehen. :-)

    • Mestra Yllana

      *hihihi* Ja, das passt ja auch ein bisschen! Die Sache mit dem Tierarzt ist in jedem Fall ein Vorteil! =) Sorgen um Molly(s) sind in jedem Fall immer doof! Egal ob Wuffi oder Fisch!

  5. Julia

    Es ist wirklich nicht einfach mit Fischen aber gut das man hier Hilfe bekommt im Markt und man damit nicht alleine gelassen wird. Aber sollte ich mal so ein Problem haben, werde ich auch mal das Produkt holen.

  6. Manus-Testwelt

    Gott sei Dank geht es deinen Fischis wieder gut :)
    Die können noch so klein sein, aber man hängt doch dran :) drücke die Daumen das alles gut bleibt!!

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