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Die Fischersaison 2014 ist offiziell eröffnet! =)

Posted by on 15/03/2014

Die ganze letzte Woche stand eines bombensicher fest: wir würden Freitag Nachmittag endlich die Fischersaison 2014 eröffnen. Die ganze Woche über war das Wetter schon strahlend schön gewesen und Temperaturen um die 15° C und mehr schafften die perfekte Einstimmung. Also saßen der Wolf und ich gestern den ganzen Vormittag wie auf Nadeln in der Arbeit und fixierten unsere Uhren. Selbstverständlich – wie sollte es anders sein – hatte ich genau an diesem Tag pünktlich am üblichen Dientschluss auch noch einen Termin, sodass wir gleich noch länger warten mussten.

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Zu Hause angekommen hatte ich noch nicht einmal Zeit, einen Bissen zu essen, denn das Wasser rief, nein SCHRIE geradezu nach uns. Also nur schnell das Zeug ins Auto geschmissen und losgefahren Richtung See – zum Glück hatte ich noch daran gedacht, die Sonnenbrille einzupacken, ohne wäre es nämlich wirklich nicht gegangen. Nachdem wir endlich unser ganzes Zeug aufgebaut hatten und auch die Ruten positioniert waren, gab es endlich was für meinen knurrenden Magen – wie unglaublich gut doch so eine saftige Knacker mit einer Semmel schmecken kann… ;-)

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Kurz nach dem Essen fiel mir dann ein, was ich vergessen hatte: nämlich ein Buch – normalerweise habe ich gerade beim Ansitz auf Karpfen immer ein Buch mit, weil man sich sonst sehr schnell langweilt. Also beschloss ich, mich einfach zum Relaxen ein bisschen in die Sonne zu setzen. Obwohl wir angeblich 18° Außentemperatur (und das Mitte März!!!) hatten, ging doch dauernd der Wind, sodass es im Schatten besonders im Sitzen nicht so recht auszuhalten war. Da zog ich lieber die Gefahr eines Sonnenbrandes vor.

Der Wolf und ich waren uns einig, dass wir vermutlich eher ziemlich erfolglos hier sitzen würden, denn normalerweise sind die Fische zu dieser frühen Jahreszeit noch eher träge und nicht besonders fressfreudig, da das Wasser noch relativ kalt ist. Daher störte es mich auch nicht sonderlich, dass ich im warmen Sonnenschein immer träger und müder wurde – normalerweise lasse ich diese “Gemütsregungen” beim Fischen erst gar nicht aufkommen, denn da muss man einfach hellwach bleiben, um im richtigen Moment schnell reagieren zu können.

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Es dauerte also nicht lange, dass ich einschlief – vergessen waren Fische, vergessenes Buch und Sonnenbrand, die  Sonnenwärme und der weiche Sessel taten ihr übriges. Auch der Wolf schien eingenickt zu sein, denn als auf einmal der linke Bissanzeiger anschlug und piepte wie eine wild gewordene Wespe, kugelten wir die Böschung eher runter, als das wir liefen.
Während der Wolf den Anschlag setzte, bereitete ich Abhakmatte und Kescher vor, denn offenbar war uns da ein etwas schwererer Brocken “ins Netz gegangen”, so wie der Wolf da mit der Rute um die Wette ächzte und stöhnte.

Scheinbar schien der Karpfen all die schlauen Bücher über Fische nicht gelesen zu haben, denn statt einem ziemlich trägen und müden Fisch schienen wir eher an ein ziemlich kämpferisches Exemplar geraten zu sein. Jedes Mal, wenn der Wolf den Karpfen auf etwa 3 Meter in Ufernähe gebracht hatte, zog dieser wieder in tieferes Gewässer ab – so ging das etwa 10 Minuten hin und her, während ich krampfhaft verbogen wie ein U-Hakerl über dem Wasser hing und mir nicht sicher war, ob wir den Brocken überhaupt in unseren Kescher bringen würden.

Die Chancen stiegen nicht großartig, nachdem ich erst sah, wie groß der Karpfen im Vergleich zum Kescher wirklich war – trotz seiner Schenkellänge von 70cm sah der Kescher neben dem Karpfen wie ein Zwergenkescher aus. Klar also, dass der Fisch es schaffte, zweimal am Kescher wieder vorbeizutauchen – lange würde unsere Montage diese Rauferei zwischen Karpfen und Wolf nicht mehr mitmachen, das wusste ich. Gerade als ich kurz davor war, trotz meiner “Stoffschühchen” ins Wasser zu steigen, glückte es mir endlich und ich hatte den Karpfen im Netz!

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Beim Herausheben musste ich den Kescher allerdings direkt am Kopf aufheben, denn diesen Riesen hätte ich an der Stange alleine wohl nicht herausheben könnten. Unser schleimiger Geselle (selten SO VIEL Schleim an einem Karpfen gesehen!) war wirklich prachtvoll anzusehen – wunderbar gleichmäßige Schuppen, eine tolle Form und die wunderschön rot-orange gefärbten Flossen. So einen schönen Karpfen hatten wir bisher noch nie gefangen! Zudem war er während der kurzen Fotosession sehr ruhig und brav – schien fast zu wissen, dass er bald wieder ins Wasser darf.

Beim Hochheben für die Fotos tat sich der Wolf schon ordentlich schwer – sein Schuppi dürfte an die 10 Kilo schwer und etwa 80cm lang gewesen sein. Leider sind die Fotos ziemlich überbelichtet, wir mussten ja schnell machen und leider stand die Sonne ein bisschen ungünstig, merkt man auch am verzwickten Gesichtsausdruck vom Wolf, oder?

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Schuppi durfte dann natürlich wieder ins Wasser – so ein schöner Fisch sollte definitiv weiterleben dürfen, außerdem müssen an “unserem” Fischgewässer Karpfen ab 65cm Länge sowieso wieder zurückgesetzt werden. Ich halte auch nichts davon, wahllos jeden Fisch mitzunehmen – wenns passt, entnehmen natürlich auch wir den einen oder anderen Fisch, aber übertreiben sollte man es wirklich nicht.

Nach diesem aufregenden, ersten Fisch in diesem Jahr war natürlich an schlafen nicht mehr zu denken, also kroch ich ein bisschen im Wald herum und entfernte ein paar abgestorbene Äste vom Weg, die uns schon beim Hingehen zu unserer Fischerstelle gestört hatten.
Überall findet man Müll und sonstige Schäden, die noch vom Hochwasser im letzten Jahr zurückgeblieben sind und auch der Biber leistet ganze Arbeit, indem er ständig und überall Bäume fällt. Aber dazwischen blühen schon überall Blumen – sieht irgendwie witzig aus, die frischen Blüten zwischen den abgestorbenen Blättern, fast wie eine surreale Mischung zwischen Herbst und Frühling.

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Währenddessen schien sich wohl auch der Wolf gelangweilt zu haben, denn plötzlich rief er mich von irgendwo im Wald und meinte, ich müsse auf der Stelle zu ihm kommen, denn er hätte etwas interessantes gefunden. Ich also gleich losgedüst – als er mir dann jedoch zurief, ich solle langsamer und vorsichtiger auftreten, weil ich sonst zu viele Vibrationen erzeugen würde, ahnte ich schon schlimmes…
Und tatsächlich: da lag doch glatt eine dicke, fette Bildschleiche mitten auf dem Weg – bääääh! Ich mag keine Schlangen, die muss ich nun echt nicht haben. Aber wenns nach dem Wolf ginge, hätte das Viech uns gleich mit nach Hause begleitet.

Nachdem ich die Schleiche ausgiebig “bewundert” hatte, begab ich mich lieber auf einen gesammelten Rückzug. Mittlerweile war die Sonne schon auf dem Weg in Richtung Horizont und ich hätte durchaus schon wieder etwas zwischen die Beißerchen vertragen. Also fing ich mal an, Kescher und Co. zusammenzupacken.
Typisch für mich tat ich mir natürlich gleich auch noch weh, denn beim Einkurbeln der Köder brach mir glatt der Daumennagel ziemlich böse ab – ich brauche nicht einmal ein Messer, um mir wehzutun, sowas von typisch für mich!

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Zu Hause gab es erst einmal eine ausgiebige Dusche – und lecker Pizza bzw. einen übervollen Kebap-Teller für mich. Wir haben uns echt gefreut, dass der erste Fischertag in diesem Jahr so erfolgreich verlaufen ist, das mussten wir glatt feiern! ;-) Normalerweise fangen wir so bald im Jahr (und vor allem die ersten paar Fischertage) so gut wie gar nichts… und wenn das Wetter heute ein bisschen schöner gewesen wäre, wären wir sicherlich auch heute wieder am Wasser gesessen…

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Was meint ihr zu dem hübschen Kerl? Ist doch ein schöner Karpfen, oder?

11 Responses to Die Fischersaison 2014 ist offiziell eröffnet! =)

  1. Anika

    Ich kenne mich ja gar nicht mit Angeln aus. Aber in meinen Augen ist das echt ein riesen Kerl. Glückwunsch zum Fang!

  2. Manu

    Hahaha Bild Nr 2 ist ferkelig :D
    Alle anderen sind super toll geworden – Karpfen Küssi :D

    Ihr hatte sicherlich einen wundervollen Tga, ich beneide euch Beide ein wenig – obwohl: Ich war ja im Hamburg, der Tag war auch toll. Nur einen Karpfen hätte ich ja auch gern mal gestreichelt ^^ Hübsch sieht er aus :)

    • Mestra Yllana

      Was findest du an einer Knacker und einer Semmel denn jetzt schon wieder ferkelig? Du bist furchtbar, Manu! =P
      Ich weiß net, ob du so eine Freude beim Streicheln des Karpfens gehabt hättest, der Gute war nämlich ziemlich schleimig, hättest mal den Kescher sehen sollen! =)

  3. Brigitte

    So ein Prachtexemplar, goldig das Fischerl hihi. Gratulation. Also wenn ich fischen geh, sind anscheinend die Fische auf Fluchtkurs. Wenn ich mir nicht einen im Geschäft kaufe, würde ich nie zu einem Fischessen kommen.

    • Mestra Yllana

      Goldig im wahrsten Sinne des Wortes! <3
      Oh, gehst du etwa auch fischen? Mir ging es am Anfang auch so, ich war sicherlich 15mal Fischen, bis ich endlich meinen ersten Fisch gefangen habe. Das war dann so ein Zwerg, kaum länger als meine Hand, aber ich habe mich maßlos gefreut!

  4. Ruby

    Herzlichen Glückwunsch zu diesem Prachtexemplar. Ein wirklich toller Fisch, denn ich gleich mal meinem Dad gezeigt habe.
    Er war nämlich gestern mit meiner Mum angeln und hatten leider gar kein Glück. Aber es geht ja nicht immer nur ums fangen, das Feeling ist wichtig. Wobei es gestern leider nicht so schön war. ^^°
    Wir sind am Wochenende dauernd im Umzugsstress, sodass wir da nicht so viel unternehmen können. Naja und in der Woche ist derzeit auch super viel los. Aber wenn es demnächst dann mal wieder schön ist, dann müssen wir eine Fahradtour oder ähnliches machen. :o)

    Lieben Gruß,
    Ruby

    • Mestra Yllana

      DANKESCHÖN!!!
      Oh, wir waren auch fest der Meinung, dass wir nichts fangen werden, darum hab ich mich dann ja auch getraut, ein Ründchen zu mützen. War wohl die richtige Entscheidung, wahrscheinlich dachte der Karpfen, bei dem Geschnarche kann er in aller Ruhe futtern! =P
      Kenne ich, wenn nur dieser Stress nicht immer wäre! =(

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