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Ein Pilz für Dich, ein Pilz für mich!

Posted by on 13/02/2014

Früher mochte ich keine Pilze – das lag zum Einen daran, dass meine Mama die auch nicht mochte und es deshalb auch nie Gerichte mit Pilzen gab. Andererseits hatte ich aber auch jedes Mal, wenn ich über Pilze nachdachte, zwei Sachen vor Augen: zum einen einen giftig rot leuchtenden Fliegenpilz und all die Meldungen über Leute, die sich beim Pilze sammeln vertan hatten und dann giftige Pilze verspeist hatten. Kurzum: da ich nicht wusste, was ich verpasste, machte es mir nichts aus, dass es keine Pilze gab.

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Doch dann bin ich im wahrsten Sinne des Wortes auf den Pilz gekommen, als mein Vater EIN EINZIGES MAL riesige, frische Parasole mit nach Hause brachte, die er geschenkt bekommen hatte. Meine Mama brachte sie paniert auf den Tisch und es war um mich geschehen, sodass ich ab nun jede Möglichkeit nutzte, mir jedes Pilzgericht einzuverleiben, an das ich gelangen konnte. Seitdem ich nun selber koche, gibt es regelmäßig Pilze in allen Sorten und Formen. Ich habe es sogar geschafft, dass mein liebster Wolf auf Erden gerne Pilze isst – ein Kunstwerk, wenn man bedenkt, dass er vor mir keine Pilze mochte und sich sogar weigerte, Fertigpizza zu essen, auf der Pilze lagen.

Weh tut oft nur der jämmerliche Zustand, in dem man die Pilze im Supermarkt kaufen kann/muss – oft Druckstellen, braun angelaufen, ausgetrocknet, usw. … besonders schlimm ist das bei Champignons, da habe ich mich oft schon geärgert, sie überhaupt gekauft zu haben. Selbst auf dem Markt gekauft kann es passieren, dass man total lasche, “ausgelaugte” Pilze ohne Pepp und Aroma nach Hause trägt. Frisch aus dem Garten quasi, das wäre der Hit – und genau das habe ich in den letzten Wochen ausprobiert! Und ob diese selbst gezüchteten Pilze eine richtige Alternative sind, das schauen wir uns nun genauer an!

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Wir haben für unser Pilzzucht-Experiment ein Bio-Pilzzucht-Set von Pilzmännchen verwendet, denn einfacher kann man die eigene Pilzzucht nicht gestalten. Das einzig “Schwere” an diesem Projekt war die Schachtel, mit 12 Kilo kein Leichtgewicht mehr, dafür enthält die Schachtel wirklich alles was man benötigt, selbst die “Verpackung” wird als Pilzzuchtbox verwendet.
Im Inneren findet man eine ausführliche Anleitung, den mit Pilzmyzel besiedelten Aufzuchtballen, Bio-Erde zum Abdecken und eine gelochte Abdeckfolie – abgesehen von ein paar Stecknadeln (wer mag) braucht man keine zusätzlichen Utensilien.

Normalerweise lasse ich solche Experimente gerne den Wolf machen, in diesem Fall (hey, es ging um MEINE PILZE!!) allerdings ging ich selbst ans Werk – wobei die Hauptarbeit in wenigen Minuten erledigt ist, bevor das große Warten beginnt.
Zuerst den Beutel mit der Abdeckerde und die gelochte Folie aus der Schachtel entnehmen und mit Klebeband die Fälze des Kartons “hochkleben” – darüber stülpt man dann die Tütenränder des Substratbeutels. Dabei kann man schon dieses typische Pilz-Aroma riechen! *sabber*

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Nun darf die feuchte Bio-Abdeckerde auf das Substrat – wenn man die Erde anfasst, merkt man sofort, warum man die Pilzzucht beim ersten “Ansetzen” gar nicht gießen muss, denn die Erde ist ordentlich vollgesogen mit Wasser. Damit die kleinen Pilze schön wachsen können, darf die Erde nicht angedrückt werden – ich habe zusätzlich noch die größeren Brocken zerbröselt, damit sich die kleinen Pilzchen nicht plagen müssen. Nun noch die Abdeckfolie direkt auf die Erde legen und den Karton bei ca. 18° C bis 24° C in eine ruhige Ecke stellen. Ob hell oder dunkel ist dabei egal.

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Nach etwa 2 Wochen haben wir dann wieder einmal einen Blick in die Schachtel geworfen, denn nun muss die Abdeckfolie von der Deckerde genommen werden. Damit die kleinen Pilzchen nun genug Luft und Feuchtigkeit bekommen, wird die Abdeckfolie über die Falzränder der Schachtel gestülpt – dabei helfen zB. ein paar Stecknadeln und fertig ist das kleine Pilz-Gewächshaus! Dann ist es Zeit für einen Standortwechsel, denn die optimale Temperatur liegt nun zwischen 15° C und max. 18°C – am Besten also einfach in den Keller damit!

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Es dauert nicht sehr lange, dann kann man die ersten Mini-Pilzchen entdecken – fast kann man ihnen beim Wachsen zusehen, denn nun geht es relativ schnell! Ich saß immer Abends und Morgens vor “meinem” Karton und bewunderte das Wachstum über Nacht. ;-)
Zur Ernte geht es, wenn die Haut der Steinchampignons anfängt einzureißen, dann kann man die einzelnen Pilze vorsichtig aus der Erde “herausdrehen” – am Besten alle Stielreste oä. aus der Erde entfernen, denn diese locken Mücken und Fliegen an.

Zuerst war ich – zugegeben – ein bisschen enttäuscht, weil der Ertrag nach “so wenig” aussah, aber als ich dann die Größe der einzelnen Champignons mit denen aus dem Supermarkt verglich, war ich doch verblüfft. Und mal ehrlich: wenn ihr euch den Apfel anseht, den ich euch zum Vergleich hineingelegt habe, dann müsst ihr doch zugeben, dass die Champignons einfach RIESIG geworden sind, oder? *freu*

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Wer nun denkt, das war es nach dieser Ernte mit den Pilzen, der irrt! Denn so ein Substratballen liefert bis zu 4 Erntewellen hintereinander, sofern man die Pilzzuchtkultur nach jeder Ernte ein bisschen “pflegt”. Will heißen, ich habe die mittlerweile ausgetrocknete Erde wieder ein bisschen aufgelockert, größere Brocken der Erde zerdrückt und dann die Erde vorsichtig gegossen – man sollte in etwa die selbe Menge Wasser langsam zuführen, die man vorher abgeerntet hat. Also 500g Champignons geenrtet = 500g Wasser zugeben.

Erst nach etwa 4 Ernten ist das Substrat erschöpft und kann ohne Probleme über den Biomüll (zuerst natürlich die Plastiktüte entfernen) entsorgt werden.
Bisher finde ich das Experiment sehr gelungen, zum Einen macht es Spaß, die Champignons beim Wachsen zu beobachten, zudem lernt man auch noch das eine oder andere über Pilze. Bestellen kann man das XXL-Steinchampignons-Zuchtset für 18,50 Euro im Shop von Pilzmännchen.

Aber haben die Steinchampignons denn nun geschmeckt?
Und was haben wir daraus wohl gezaubert?
Das alles erfahrt ihr in meinem nächsten Bericht! =P

11 Responses to Ein Pilz für Dich, ein Pilz für mich!

  1. Bienenstube

    na des wär auch was für meinen schatz , der isst ja richtig gerne Pilze;)

  2. Manu

    Och lecker :)
    Mark hat früher oft Pilze selber gesammelt, man kann sich gar nicht vorstellen, wie lecker die geschmeckt haben, endlich mal etwas, was nicht aus dem Kaufhaus kam und schon “tot” gelagert wurde. Ich habe oft Bedenken Kaufhaus Pilze zu kaufen ^^ wer weiß wie lange die da schon wohnten o.O
    Bei euren Pilzen kann ich den Geschmack förmlich auf der Zunge spüren*sabber* sind ja auch echt riesen Dinger.
    Bin auf weiteres gespannt :)

    • Mestra Yllana

      Ich trau mich selbst nicht, im Wald selber Pilze zu sammeln, da würde wohl sogar der unschuldigste Champignon und sogar Eierschwammerl wie der leuchtendste Fliegenpilz aussehn. Ich hab davor richtig Respekt!

  3. Andrea

    Unsere erste Erntewelle hat mich auch ein wenig enttäuscht, die Zweite war dafür der Wahnsinn!
    Sonntag Abend wollten wir Schnitzel in Champignonrahmsoße machen, aber dummerweise fand unsere Hündin den Geruch der Pilze aber so verführerisch, dass sie die Pilze Sonntags Vormittags “geerntet” hat, als wir unterwegs waren.
    Dabei stehen sie in unserm Gästezimmer und die Tür war zu….
    LG Andrea

    • Mestra Yllana

      Mich hat es beim letzten Blick in die Kiste auch umgehauen, jetzt hab ich fast Angst, dass der Platz in der Kiste nicht ausreicht, so viele kleine Köpfe wie ich da erblickt habe…. da dürfte der Substratballen erst nach der ersten Welle seine volle Kraft entfalten – habe ich mir aber schon fast gedacht! ;-)

      Oh je, das ist aber blöd – gut, ich kann eure Hundedame aber auch verstehen, letztens habe ich auch einen der Champignons pur genascht und war total begeistert! <3

  4. Desiree

    WOW! Die sind ja riesig! Wir sind nicht so große Pilzfans, ab und zu ok. Aber die Idee ansich finde ich sowieso schon genial….Ich wünsche euch schon einmal ein schönes Wochenende. LG Desiree

  5. Ramona :)

    So ein Anzuchtset habe ich in den Gartenkatalogen schon öfters gesehen. Aber mein Mann traut sich da nicht dran. Denkt das es rausgeschmissenes Geld ist. Mal sehen wie das Pilzjahr wird, wenn es nicht so ergiebig wird wie 2013, hol ich mir auch mal so nen Set.
    lg Ramona :)

  6. Romy

    das ist eine tolle Idee! Da wir gerne Pilze essen, wäre das durchaus etwas für uns vor allem aber könnten die Kinder das Wachstum auch super gut beobachten. Das überlege ich mir. Bin gespannt, ob sie euch geschmacklich überzeugen konnten und freue mich auf den Folgebericht.

    LG Romy

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