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Krautfleckerl – typisch österreichisch!

Posted by on 05/01/2014

Heute habe ich wieder einmal ein “typisch österreichisches” Rezept für euch vorbereitet – richtig bodenständige Hausmannskost eben, mit der ich auch aufgewachsen bin. Früher mussten die Frauen oftmals mit wenig Geld möglichst viel und vor allem möglichst Nahrhaftes auf den Tisch bringen – durch den Einfallsreichtum unserer “Vorfahren” entstanden so wirklich sehr preiswerte Gerichte, die nicht nur einfach und schnell gezaubert werden können, sondern auch superlecker schmecken.

Das “ursprüngliche” Rezept für eines meiner  jetzigen Lieblingsgerichte (am Besten schmeckts einfach bei Mama, da bringt es auch nix, dass ich mich an ihr Rezept gehalten habe) fand ich damals in einem alten, staubigen Kochbuch, welches ich auf Oma’s Dachboden ausgegraben hatte. Nachdem ich meine Mama stundenlang bekniet hatte, beschloss sie, das Rezept einfach nachzukochen, um meiner Jammerei zu entgehen. Seitdem liebe ich “Mama’s” Krautfleckerl heiß und innig und fahre sogar extra zu meinen Eltern nach Hause, wenn ich weiß, dass dort Krautfleckerl auf den Tisch kommen.

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Fleckerl – das sind typisch österreichische Teigwaren, kleine quadratische Nudeln, die mich immer ein bisschen an “Mascherl” (= auch Fliege oder Querbinder genannt) erinnern. Von der Form her sind sie (seeeeehr weit) entfernt verwandt mit den bekannteren “Farfalle”, also der italienischen Schmetterlingsnudel, nur wesentlich kleiner und ohne die gezackten Flügel. Meistens findet man die österreichischen Fleckerl in Schinkenfleckerln oder eben in den schon genannten Krautfleckerln, ich habe sie aber auch schon als Suppeneinlage, usw. verwendet.

Für etwa 3 Personen braucht ihr:
1/2 Häuptel Weißkraut
ca. 500 g Fleckerl
ca. 100g Speck, gewürfelt
1 mittelgroße Zwiebel, fein gehackt
1 TL Kümmel
2 EL Zucker
200ml Gemüsebrühe
etwas Weißwein
Salz und Pfeffer nB zum Abschmecken
Petersilie zum Dekorieren

Die Zubereitung:
Zuerst müsst ihr das Krauthäuptel halbieren und aus einer Hälfte den Strunk entfernen. Die zweite Hälfte könnt ihr ja am nächsten Tag zu leckerem Krautsalat weiterverarbeiten. Das Kraut wird nun entweder per Hand in feine Streifen geschnitten oder über einen Hobel gezogen – leider besitze ich nur so einen kleinen Vierkant-Hobel, der dafür absolut nicht geeignet ist, darum schneide ich das Kraut einfach mit einem hübsch scharfen Messer.

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In einem großen Topf lasst ihr nun die Speckwürfel aus, nehmt dazu am Besten relativ fetten Speck, der verleiht dem ganzen Gericht mehr Geschmack. Dazu kommt dann der Zucker, damit er schön karamellisieren kann, bevor die Zwiebelwürfelchen ebenfalls in den Topf wandern. Leicht anrösten und dann mit etwas Wein ablöschen. Nun könnt ihr auch schon das fein geschnittene Kraut dazugeben und mit der Gemüsebrühe auf geringer Hitze etwa 20 Minuten dünsten, damit das Kraut schön weich wird.

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Zwischenzeitlich könnt ihr das Nudelwasser für die Fleckerl zustellen und die Fleckerl bissfest kochen. Wenn das Kraut weich ist (und die Fleckerl fertig! ;-)), dann könnt ihr die Fleckerl in den Topf mit dem Kraut geben, gut durchmischen und mit Kümmel, Salz und Pfeffer abschmecken. Wer mag, kann noch etwas gehackte Petersilie untermischen, die fertigen Krautfleckerl auf Teller geben und mit etwas Petersilie bestreuen – fertig!
Ausnahmsweise bin ich hier auch der Meinung, dass der Kümmel reingehört – sonst bin ich ja nicht so der Kümmel-Fan!

Wie schon angedeutet haben wir die Krautfleckerl leider nicht genau so hinbekommen wie meine Mama, ich vermute mal, es lag ua. daran, dass wir relativ mageren Speck verwendet haben und meine Mama noch etwas Schweineschmalz zum anrösten der Zwiebel dazugibt. Dass Fett als Geschmacksträger fungiert, wissen wir ja mittlerweile alle, oder nicht? ;-)
Trotzdem haben unsere Krautfleckerl wirklich sehr gut geschmeckt, die Zutaten sind sehr preisgünstig und die Zubereitung… tja, urteilt einfach selber! ;-)

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Vielleicht hat ja jemand von Euch Lust, die Krautflecker nachzukochen – wenn ihr keine Fleckerl findet, könnt ihr ja auch Farfalle nehmen, so als Notlösung… =P

15 Responses to Krautfleckerl – typisch österreichisch!

  1. Brigitte

    Sehr lecker, meine absolute Lieblingsspeise yammi

  2. Andrea

    Hallöchen,

    mit etwas Verspätung möchte ich Euch beiden noch ein frohes neues Jahr wünschen. Ich hoffe, Ihr seit gut rein gekommen?

    Das Essen sieht aber super lecker aus. Wenn es auch so schmeckt, würde ich es wohl gerne mal probieren… ;)

    LG Andrea

    • Mestra Yllana

      Jup, gut angekommen! =) Ich hoffe, ihr seit auch gut gerutscht?

      Es schmeckt, zumindest meiner Meinung nach, sogar noch besser als es aussieht! Ich krieg Hunger, wenn ich das Bild nur ansehe!

  3. Ingrid

    Ich mag Krautfleckerl gerne. Da ich aber seit ein paar Monaten mich nur mehr vegatrisch ernähre, verzichte ich nun auch auf Speck.

    • Mestra Yllana

      Grundsätzlich kannst du den Speck ja auch weglassen, wenn du dich vegetarisch ernährst, das wäre kein Problem! Du kannst ja den Zucker in ein bisschen Pflanzenöl karamellisieren lassen und dann die Zwiebel dazugeben, dürfte eigentlich auch sehr gut schmecken! =)

  4. viola

    also bis auf den kümmel glaub ich mog ich des nachkochen……..ich mog koi kümmel.. aber ahh sieht lecker aus !!

    • Mestra Yllana

      Ich mag Kümmel ja sonst auch nicht, die Krautfleckerl sind das einzige Gericht, wo der wirklich rein darf, weil sonst was fehlen würde! Aber probiers mal ohne Kümmel und sag mir dann, wies schmeckt… ;-) vielleicht lass ich ihn dann auch weg!

  5. Bienenstube

    Weisskohl hab ich auf die Art noch nie zubereitet, klingt aber echt lecker ,glaub das probiere ich am Wochenende auch mal aus, werd aber wohl die Farfalle dazu nutzen, fleckerl hab ich hier zumindest noch nie irgentwo gesehen;)

    • Mestra Yllana

      Dachte mir fast, dass es bei euch keine Fleckerl gibt – schade eigentlich, auch wenn die Farfalle sicherlich genauso gut schmecken werden. Die Fleckerl sind halt kleiner und etwas “feiner” als die Farfalle. Bin gespannt, wie dir die Krautfarfalle schmecken werden! =)

  6. Sabine

    Sieht lecker aus, das muss ich auch mal ausprobieren :)

  7. Ruby

    Hmmm….das sieht so lecker aus und wir machen es auch ab und zu (allerdings nicht mit Fleckerl) und finden es unheimlich köstlich. Ich bin gleich da und hoffe es ist noch was übrig. ;o)

    Lieben Gruß,
    Ruby

  8. Anika

    Von Krautfleckerl habe ich noch nie was gehört. Dazu wohne ich wohl zu weit im Norden. Scheint ja ein richtiger Klassiker zu sein.

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