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[Rezension] – “Alice, wie Daniel sie sah” von Sarah Butler

Posted by on 24/06/2014

Ich ertrinke hier in Büchern – und ich finde es toooooooll! =)
Vor ein paar Wochen habe ich mir sogar wieder selbst ein paar Bücher gekauft und ich habe es sogar geschafft, ein paar Bücher aus der Bibliothek auszuleihen, man glaubt es kaum! Allerdings war ich wirklich brav, die gekauften Bücher habe ich allesamt auf einem Flohmarkt erstanden und die Sache mit der Bücherei… nun, ich kenne die netten Mitarbeiterinnen dort und darf dort quasi so etwas wie einen VIP-Status genießen. Ich meine allerdings nicht gratis ausleihen, sondern vielmehr, dass mir sogar Bücher ins Büro nachgetragen werden! =P

Bevor ich allerdings zu meinen gekauften Schätzchen linsen kann, möchte ich zuerst noch ein bisschen an meinem SuB arbeiten, der ja grundsätzlich nie kleiner wird. Aber wie oft habe ich mich darüber schon “beschwert”, obwohl es mich im Grunde genommen gar nicht stört, sondern viel mehr freut?
Zum Beispiel haben wir hier noch ein sehr schönes Buch von meiner Wichtelmama Claudia, welches ich beim Frühlingswichteln erhalten habe. Und dieses möchte ich euch heute vorstellen.

alicedaniel

Titel: Alice, wie Daniel sie sah
Autor: Sarah Butler
Verlag: Knaur TB
Erscheinungsdatum: 3. März 2014
Genre: Roman
ISBN-Nummer: 
978-3426514092

Die Autorin:
Sarah Butler ist Anfang Dreißig und lebt in Manchester. Sie ist Geschäftsführerin eines Beratungsunternehmens, das literarische und künstlerische Projekte vorantreibt. Sie war Stipendiatin verschiedener Literaturförderungen und unterrichtete Kreatives Schreiben am British Council in Kuala Lumpur. “Alice, wie Daniel sie sah” ist ihr erster Roman, der in dreizehn Sprachen übersetzt wurde. Quelle: Amazon

Das Cover und die Inhaltsangabe:
Das Cover ziert eine junge Frau im blauen, weiß gepunkteten Kleid mit roter Lederjacke, die ihre Hände in den Himmel streckt – ganz, als könnte sie die ganze Welt umarmen. Im Hintergrund kann man die Londoner Skyline erkennen, die mit der Tower Bridge und dem “London Eye” ganz und gar unverkennbar ist. Ich finde, dass das Bild sehr gut zur Geschichte passt, denn es strahlt Hoffnung, Freiheit und auch Lebensfreude aus. Auch die Inhaltsangabe spricht von Hoffnung und einer einmaligen Vater-Tochter-Geschichte:

Für den obdachlosen Daniel ist jeder Buchstabe mit einer Farbe verbunden. Seit Jahren streift er durch London und sammelt Papierschnitzel und andere achtlos weggeworfene Dinge in den Farben, die den Namen seiner Tochter bilden: Eisblau für A, Gold für L, Rosa für I, Dunkelblau für C, Grau für E – Alice. Daraus formt er kleine Kunstwerke, die er für sie in der Stadt verteilt. Daniel hat seine Tochter noch nie getroffen. Bis ihm der Zufall eines Tages ihre Adresse zuspielt. Quelle: Amazon

Meine Meinung:
Mich hat bereits beim Lesen des Klappentextes der Zauber dieses Buches in den Bann gezogen – traurig-schön würde ich sagen, denn Daniel scheint ein sehr liebevoller und auch künstlerisch veranlagter Mensch zu sein, der von einer tiefen Traurigkeit, Einsamkeit und vor allem einer großen Sehnsucht nach seiner unbekannten Tochter getrieben wird. Die Idee, jeden Buchstaben mit bestimmten Farben zu verbinden und dann aus passenden Gegenständen immer und immer wieder diesen einen, für ihn so wichtigen Namen zu schreiben, diese Idee hat mich sehr berührt.

Leider konnte die Geschichte dann die aufgrund des Klappentextes erweckten Erwartungen nicht ganz erfüllen. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Vater und Tochter. Daniel, der ein ruheloses Leben als Landstreicher führt, immer wieder von der Vergangenheit, aber auch vom erstmaligen Zusammentreffen mit seiner unbekannten Tochter träumt. Er legt sich die richtigen Worte zurecht, malt sich aus, wie seine Tochter heute wohl aussieht, was sie macht, wie sie denkt und dass sie ihm vielleicht in gewissen Zügen ähnlich ist.

Alice wiederum wird überraschend von ihren Schwestern aus der Mongolei nach London zurückgerufen, da ihr Vater im Sterben liegt. Auch Alice’ Lebensstil ist eher unruhig, sie fühlt sich am Wohlsten, wenn sie mit ihrem Rucksack auf dem Rücken fremde Länder erkunden und andere Kulturen entdecken kann. Zu Hause im Schoße ihrer Familie fühlt sie sich eher unwohl, ob eingebildet oder nicht, aber irgendwie scheint sie nicht so recht zu ihren Geschwistern zu passen.

Dieses Buch ist definitiv keine leichte Kost, die man einfach so für zwischendurch zur Unterhaltung liest. Ich hatte zwar ein melancholisches Buch erwartet, allerdings lies mich ein Kurzfazit “Ein Buch, das voller Hoffnung funkelt” auch auf die Hoffnung hoffen. Doch wenn ich ehrlich bin, ließ mich das Buch nach der letzten Seite in erster Linie sehr traurig und trostlos zurück – auch wenn das Ende durchaus aus dem Leben gegriffen sein könnte, wo ja auch nicht immer alles “gut” ausgeht, hätte ich mir ein Happy End gerade für diese Geschichte schon gewünscht, denn gerade die Figur des Daniel hat mich doch berührt.

Mit Daniels Tochter Alice wiederum wurde ich nicht so recht warm, dass sie ihrem Ex-Freund nachtrauert zieht sich fast durch die gesamte Geschichte und das nervt mit der Zeit sehr. Auch kann ich bei ihr keine rechte Entwicklung erkennen, was mich auch sehr traurig gemacht hat. Gerade bei Alice fehlten mir oft die tiefgründigen Emotionen, sie kam mir irgendwie zu oberflächlich vor. Teilweise wurden bestimmte Passagen auch so in die Länge gezogen und ausgeschlachtet, dass man streckenweise einfach die Lust am Lesen verlor.

Ich hätte es schön(er) gefunden, wenn die Autorin noch intensiver auf Daniels “besonderes Talent”, Buchstaben mit bestimmten Farben zu verbinden, eingegangen wäre, denn nach einigen Recherchen habe ich festgestellt, dass es sich dabei nicht einfach nur um einen erfundenen, ausgedachten Spleen handelt…
Alles in allem fand ich die Idee zu dieser Geschichte sehr, sehr schön und ich hatte mir trotz der traurigen Geschichte auch viel Zuversicht und Hoffnung erwartet, aber die Umsetzung war dann leider nicht ganz überzeugend. Für dieses Buch gibt es von mir insgesamt 3 von 5 Sternen (Punkten, Herzen, Dingseln, usw.). =)

7 Responses to [Rezension] – “Alice, wie Daniel sie sah” von Sarah Butler

  1. Die Isi

    Hm, schade. Als ich den Klappentext las dachte ich auch sofort, hey, das ist bestimmt nicht schlecht. Gerade diese Komponente mit der Synästhesie fand ich cool, das fand ich schon immer faszinierend…
    Aber ich glaube irgendwie nicht, dass ein Buch ohne Happy End, bzw. eines, dass sich stellenweise zieht, momentan das Richtige für mich ist. Ich glaube ich würde über diese Punkte derzeit nicht rauskommen, ich habe nämlich zu meinem Bedauern festgestellt, dass ich schon lange nicht mehr gelesen habe… Und das ist nicht nur Zeitmangel, ich hab einfach irgendwie keine Muse dazu :(
    Daher bräuchte ich mal ganz ganz dringend ein Buch, welches einen so sehr mitreißt, dass man jede freie Minute zum Lesen nutzt… das hatte ich schon lange nicht mehr. Tja, dieses Buch schafft das dann wohl leider nicht. Schade.

    • Mestra Yllana

      Genau so ging es mir auch, als ich den Klappentext las! <3
      Aber dann ging Daniels “besonderes Talent” einfach ein bisschen zu sehr unter bzw. wurde einfach nicht genau genug behandelt (ich hatte viel buntere und detailliertere Bilder im Kopf) und das hat mir doch sehr gefehlt!

      Oh oh, dann kann ich dir zu diesem Buch wirklich nicht raten, denn dann hängst du sicher bald und hast keine Lust mehr, weiterzulesen und das wäre ja auch schade!

  2. margit

    Mich reißt im Moment nur die Arbeit mit :( sollte mich mal wieder für mehr Bücher begeistern.
    Lg Margit

    • Mestra Yllana

      Oh, das kenne ich ! Und gerade dann brauche ich abends ein entspannendes Buch, damit ich gut abschalten kann und auf andere Gedanken komme…

  3. Ruby

    Hey meine liebe,

    der Klappentext würde mich jetzt auch schon sehr neugierig machen. Allerdings muss ich sagen, dass ich nach deiner Rezenssion nicht unbedingt sooo überwältigt bin von dem Buch. Es hätte scheinbar doch noch etwas mehr daraus gemacht werden können.
    Ich bin ja derzeit auch ganz fleißig am Lesen….dauernd hab ich mein Buch vor dem Gesicht…es ist einfach mal wieder so fesselnd…*g*

    Lieben Gruß,
    Ruby

  4. Daggi

    Ich glaube, mir ist das Buch zu traurig. Momentan brauche ich etwas mit Happy End oder etwas, das mich zum Lachen bringt.

    LG
    Daggi

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