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[Rezension] – “Amok” von Tom Bale

Posted by on 09/01/2014

Irgendwie kann ich von Büchern einfach nicht genug bekommen. Obwohl mein SuB einer ständigen JoJo-Diät unterworfen ist (sprich, obwohl er durchaus auch manchmal schrumpft, wächst er fast augenblicklich wieder), kaufe ich nicht nur dauernd neue Bücher, sondern borge mir auch immer wieder welche aus, egal ob von Freunden oder aus der Bücherei hier im Ort. Letztens saß ich so bei einer Freundin, als mir auf ihrem Nachttischchen ein interessanter Thriller ins Auge sprang.

Zwar handelt es sich nicht um ein brandaktuelles Buch, allerdings bin ich der Meinung, dass man nicht immer nur das Neueste vom Neuesten kaufen muss, um wirklich gute Storys zu entdecken. Und auch wenn viele fast nur Rezensionen zu neuen Büchern schreiben die gerade erst erschienen sind, so denke ich doch, dass sicherlich auch ältere Exemplare von Interesse sind oder sein könnten, oder? ;-)
Gucken wir uns also einfach mal diesen viereinhalb Jahre alten Thriller an, oder?

buchamok

Titel: Amok
Autor: Tom Bale
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 24. August 2009
Genre: Thriller
ISBN-Nummer: 978-3442468195

Der Autor:
Tom Bale wurde im Jahre 1966 eigentlich unter dem Namen David Harrison in Sussex geboren und arbeitete zuerst in der Versicherungsbranche, bevor er seinen Wunsch entdeckte, Bücher zu schreiben. Obwohl er im zarten Alter von 19 Jahren einen Kurzgeschichtenwettbewerg gewann und mit seinen Kurzgeschichten auch einige Erfolge erzielte, blieb der Durchbruch als Autor vorerst aus. Erst 2009 konnte er sich mit “Skin and Bones”, dem Originaltitel von Amok etablieren. Seitdem sind bereits mehrere Bücher unter seinem Pseudonym Tom Bale erschienen.

Das Cover und die Inhaltsangabe:
Zugegeben, das schlichte, schwarze Cover mit der etwas unscharfen, knallroten Aufschrift des Titels wirkt jetzt nicht besonders spektakulär und alleine des Covers wegen habe ich auch nicht nach dem Buch gegriffen, als ich das Buch auf dem Nachttischchen erblickte. Vielmehr zog mich alleine der Titel “Amok” an – rückwärts gelesen ergibt das übrigens Koma, passt doch auch ganz nett, oder? ;-) Gefesselt hat mich dann eher die Inhaltsangabe:

Zwölf Opfer. Zwei Täter. Nur eine Augenzeugin!
An einem Januarmorgen wartet ein blutiger Alptraum auf ein kleines Dorf in Sussex: Ein Mann läuft Amok und erschießt über ein Dutzend Menschen, bevor er sich selbst richtet. Wie durch ein Wunder überlebt Julia Trent das Massaker, und sie ist sich sicher: Der Todesschütze war nicht allein. Die Polizei ist jedoch überzeugt, dass die verletzte und traumatisierte junge Frau sich den zweiten Schützen lediglich einbildet. Nur einer glaubt Julia: der Journalist Craig Walker. Gemeinsam suchen sie nach der Wahrheit – doch das Töten ist noch nicht vorbei … Quelle: Amazon)

Meine Meinung:
Meine Freundin meinte noch zu mir, dass das Buch ziemlich langweilig sei und ich es deshalb gerne haben könnte, obwohl sie gerade mal an die 70 Seiten gelesen hatte. Der Einstieg beginnt gleich mit einem Gemetzel, unsere Hauptprotagonistin Julia trifft in einem kleinen, verschlafenen Dörfchen auf einen Amokläufer, der reihenweise die Dorfbewohner niedermäht. Mit Julia macht er sich noch ein besonderes Späßchen, indem er sie zuerst entkommen lässt, um sie später wie ein Stück Wild zu hetzen.

Julia kommt mit schweren Verletzungen davon, doch niemand schenkt ihr Glauben, als sie der Polizei erzählt, dass da noch ein zweiter Schütze war, der den ersten Schützen kaltblütig getötet hat. Julia befindet sich also nach wie vor in Gefahr, denn der zweite Schütze weiß von ihr und muss sie natürlich aus dem Weg schaffen. Nur der Journalist Craig Walker, dessen Vater Julia das Leben gerettet hat, glaubt ihr.

Richtige Thriller-Atmosphäre inkl. packenden Überraschungsmomenten kommt leider nur ganz zu Beginn und am Ende auf, zwischendrin hat man eher das Gefühl, einen seichten, etwas faden Krimi vor sich zu haben.  Das liegt meiner Meinung nach unter anderem an den etwas eindimensionalen und blassen Figuren. Ich fand weder zu Julia noch zu Craig einen wirklichen Zugang, teilweise wirkten deren Erlebnisse (besonders, dass Craigs Ehefrau ihn betrügt und er dadurch als trockener Alkoholiker wieder zur Flasche findet) etwas zu konstruiert und erzwungen. Ebenso ging es mir dann mit der Romanze, die sich zwischen Julia und Craig entwickelt, irgendwie sprang da der Funke nicht so recht über, man fragt sich einfach nur: wieso?

Ich musste mich zwar nicht zwingen weiterzulesen, hatte aber auch nicht das Gefühl, unbedingt weiterlesen zu MÜSSEN, um das Rätsel um den zweiten Täter zu lösen. Ich finde, dass die Sequenzen des unbekannten Killers zu wenig ausgearbeitet wurden, er bleibt während der ganzen Geschichte eher farblos und langweilig. Schade eigentlich, denn ein richtiger Thriller lebt ja nicht nur von der Hauptfigur, sondern auch von der ständigen (bösartigen) Präsenz des Gegenspielers.

Deshalb kann ich dem Buch leider nur 2 von 5 Sternen geben – ein kurzweiliger Krimi mit Tendenz zum guten Thriller, der sich zwar ganz gut und auch flüssig lesen lässt, jedoch nicht für wirkliches Gänsehautfeeling sorgt.

Noch zum Abschluss eine Frage: wie haltet ihr es? Lest ihr fast nur neue Bücher, oder darf es auch mal ein älteres Exemplar sein? Vielleicht sogar 20 Jahre oder älter?

4 Responses to [Rezension] – “Amok” von Tom Bale

  1. Ramona :)

    Finde schon allein den Inhalt nicht so fesselnd. Ich wäre definitiv weiter gegangen. Ältere Bücher lese ich aich mal aber keine 20 Jahre, außer ich hab Bock auf Faust :)
    lg Ramona :)

    • Mestra Yllana

      Die Inhaltsangabe gefiel mir persönlich sehr gut, wenn ich ehrlich bin. Und auch der Einstieg in das Buch war gleich mal Bombe, quasi mitten im Geschehen ohne vorheriges Blabla, das fand ich unheimlich gut. Aber der Mittelteil was leider so lasch und auch die Figuren so farblos und irgendwie durchschaubar, leider…

  2. Daggi

    Also 20 Jahre sind es bei mir nicht, aber so runde 10, das bekomme ich hin.

    Der Klappentext wäre für mich übrigens auch ein Kaufkriterium gewesen, klingt absolut nach “Muss ich haben” :D

    • Mestra Yllana

      Na, 10 Jahre alte Bücher sind ja auch schon richtige “Uraltbücher”, vor allem wenn man bedenkt, wie viele Bücher in einem einzigen Jahr so erscheinen.
      Na, sag ich doch – dann geht es mir wenigstens nicht alleine so! =)

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