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[Rezension] – “Blutinsel” von Ulrich Hefner

Posted by on 23/06/2013

Trotz der Hitze in den letzten Tagen ist es mir gelungen, ein paar Bücher zu lesen – ist aber auch kein Wunder, denn beim Lesen muss man sich zum Glück weder groß bewegen und sich auch nicht besonders anstrengen – denn eine Buchseite umblättern oder ein kurzer Tipp auf das Display meines Tablets und die “Hauptarbeit” ist auch schon getan.
Und vor allem konnte man die Hitze ein bisschen vergessen, denn gerade wenn man zB. in die eisigen Tiefen eines Krimis oder Thriller abtaucht, mag es doch sein, dass sich ab und an eine willkommene Gänsehaut blicken lässt.

Das Buch, welches ich euch heute vorstellen möchte habe ich auf der Facebook-Fanpage des Club Bertelsmann gewonnen – exklusiv noch vor dem offiziellen Erscheinungsdatum, um es für Euch zu Lesen und Rezensieren zu können. Darum: VIELEN, VIELEN LIEBEN DANK AN DEN CLUB BERTELSMANN FÜR DIESE TOLLE AKTION!!!
Zwar hatte ich beim Eintreffen des E-Books per Mail gerade noch ein anderes Buch angefangen, sodass “Blutinsel” erst einmal warten musste, aber es ist sich trotzdem noch alles ganz easy ausgegangen! =)

blutinselbuch1

Titel: Blutinsel
Autor: Ulrich Hefner
Verlag: Bertelsmann
Erscheinungsdatum: Juni 2013
Genre: Krimi, Thriller
ISBN-Nummer: -

Der Autor:
Ulrich Hefner wurde im Jahr 1961 in Bad Mergentheim geboren und arbeitet als Polizeibeamter. Er lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Lauda, Baden-Württemberg und schreibt neben seinem Job mit Begeisterung Krimis und Thriller. Große Erfolge konnte Ulrich Hefner mit den Büchern “Die Dritte Ebene” und “Die Bruderschaft Christi” erzielen. “Blutinsel” ist sein neuester Thriller.

Das Cover und die Inhaltsangabe:
Ich hatte das schon einmal erwähnt, dass ich es schade finde, dass bei vielen E-Books keine Cover angezeigt werden. Bei meinem Rezi-Exemplar von Blutinsel kann ich es allerdings verstehen – es ist ja immerhin “nur” ein Rezensionsexemplar. Das Cover der gebundenen Ausgabe passt allerdings perfekt zur Geschichte des Buches: ein düsterer, bewaldeter Hügel (man mag fast vermuten, dass auch Nebel in der Luft liegt), an dessen Spitze eine kleine Kirche (oder Kapelle) steht. Über das Bild wurde in dicken, roten Lettern der Buchtitel geschrieben.

blutinselbuch

Ein Serienmörder, vier Schwerverbrecher und ein erbarmungsloser Plan. Erfolgsautor Ulrich Hefner in Bestform! Detective Cathy Ronsted und ihr Kollege Brian Stockwell werden auf die einsame Insel Hell’s Kitchen gerufen, um eine mysteriöse Mordserie aufzuklären. Fast jeder der Einwohner könnte der Täter sein. Während die Ermittlungen ins Stocken geraten, fliehen auf dem amerikanischen Festland, 300 Meilen entfernt, vier Schwerverbrecher aus einem Gefängnis. Sie hinterlassen eine Spur aus Blut und Gewalt, die schließlich nach Hell’s Kitchen Island führt … Quelle: derclub.de

Meine Meinung:
Obwohl das Buch als Thriller klassifiziert wurde, würde ich es eher in den Bereich Krimi einreihen. Der Leser wird ganz schön auf Trab gehalten, denn er hat mehrere Handlungsstränge zu verfolgen, die zum Schluss jedoch ein stimmiges und klares Bild ergeben. Da haben wir einerseits die vier Schwerverbrecher, die nach einem Unfall mit dem Gefängnisbus fliehen können – darunter zwei gewalttätige Mörder, die für ihre neu gewonnene Freiheit über Leichen gehen. Die anderen beiden Flüchtlinge – eher die “Softeren” – werden für den “Hauptstrang” der Geschichte noch erheblich wichtiger, denn sie steuern eine kleine, idyllische Insel an…

… die allerdings nicht mehr so idyllisch ist, wie man glauben mag, denn auf ihr treibt sich ein gnadenloser Serienmörder herum, der scheinbar wahllos Menschen grausam foltert und ermordet. Die Insel “Hell’s Kitchen” mit gerade einmal 50 Bewohnern beherbergt einen Mörder und jeder könnte es sein, denn zum Zeitpunkt des Mordes herrschte ein gewaltiger Sturm, sodass niemand von außerhalb die Insel betreten oder verlassen konnte.

Doch nicht nur der Fall selbst erscheint unlösbar, mit wenigsten Spuren, die scheinbar ins Nichts führen, auch zwischen dem Ermittlerteam Cathy Ronsted und Brian Stockwell herrscht Unfrieden. Denn Cathy wurde gerade erst vor kurzem ins Morddezernat versetzt und versucht nun, mit diesem, ihrem ersten Mordfall “ihren Mann zu stehen”, während nicht nur ihr Vorgesetzter und ihre Kollegen, sondern auch ihr Partner an ihrer Kompetenz zweifeln.

So wirklich mag der Fall nicht ins Rollen kommen und genauso ging es auch mir mit dem Buch – der Anfang war trotz brutalem Foltermord inklusiver interessanter Mordwaffe (die uns auch bei allen anderen Morden immer wieder unterkommt) irgendwie holperig. Interessanterweise wurde ich anfangs nicht warm mit der Hauptermittlerin Cathy Ronsted, da sie doch eine etwas spröde, hölzerne Frau ist, das warum wird jedoch später im Buch genauer erklärt. Dafür sympathisierte ich ernsthaft mit einem der entflohenen Sträflinge – ab der Mitte des Buches drehte sich diese Situation jedoch um 180°.

Weder die Ermittler noch als Leser selbst hat man jemals das Gefühl, der Lösung des Falles auch nur irgendwie nahe zu kommen. Der Mörder muss einer der Bewohner der Insel sein, doch welcher? Viele machen sich zuerst verdächtig, doch bei den meisten wird bald klar, dass wir auch hier den Mörder nicht vor uns haben. Für mich war es spannend, aber auch anstrengend und teilweise verwirrend, wie sich die vielen Handlungsstränge, die zuerst so gar nichts miteinander zu tun haben schienen, zu einem durchaus spannenden Finale verwoben – denn dieses Buch erzählt nicht nur eine Geschichte, sondern eigentlich gleich Zwei – und es werden auch zwei Verbrechen aufgeklärt.

Das Buch bekommt von mir 2 von 5 Sternen – auch wenn ich mir dadurch wahrscheinlich die Chance auf Eine von 10 handsignierten gebundenen Ausgaben (die die Rezensenten gewinnen können) vertue, so muss ich doch sagen, dass mich das Buch nicht so richtig fesseln konnte. Es wird einfach zu viel auf einmal erzählt und ich hatte mir ehrlich gesagt besonders von den vier Schwerverbrechern (die ausgebrochenen Häftlinge) irgendwie mehr erwartet. Auch wenn es blutrünstig klingen mag, aber: mehr Gemetzel, mehr Grusel, mehr Blut, mehr “mein-Leserblut-gefriert-in-den-Adern” – davon war ich eigentlich gemäß der Inhaltsangabe ausgegangen.

Auch der auf der Insel herrschende Kleinkrieg zwischen zwei befeindeten Schäferfamilien, die anfangs doch sehr forciert wurde, verläuft alsbald im Sand. Alles in allem mag es vielleicht daran liegen, dass mir der Zugang zu den Figuren gefehlt hat – ich mag es gerne, auch etwas privates abseits der Arbeit über “meine” Ermittler zu erfahren und dabei wurde hier sowohl über Ronsted als auch Stockwell doch sehr gespart.

5 Responses to [Rezension] – “Blutinsel” von Ulrich Hefner

  1. Ruby

    Hey,

    zu Anfang deines Berichtes habe ich gedacht, dass wäre ein wirklich gutes Geschenk für meine Mum. Doch je weiter ich deine Rezession gelesen habe umso mehr wusste ich, dass ist nichts für sie.
    Der Inhalt an sich klingt wirklich interessant und spannend. Doch ist es natürlich nicht so schön, wenn man so viele unterschiedliche Stränge hat, dass man da immer wieder springt. Ich kann mir gut vorstellen, dass es dann sehr schwer ist sich fesseln zu lassen. Denn jeder Strang muss ja erst neu im Kopf gefesselt werden, doch wenn hier immer wieder gesprungen wird ist das natürlich schwierig.

    Sehr schön geschrieben!! ;o)

    Lieben Gruß,
    Ruby

    • Mestra Yllana

      Wenn ich ehrlich bin, habe ich überhaupt kein Problem mit mehreren Strängen in einer Geschichte, im Gegenteil, wenn sie am Ende einen schönen “Geschichtenteppich” und Sinn ergeben, ist ja alles in Butter.

      Aber es wurde einfach zu verwirrend und besonders die Details, die mich interessiert hätten, gingen ziemlich unter und DAS fand ich so schade.

  2. Medusa

    Hallo Mestra,

    ich bin auch eine glückliche Erstleserin und habe ein Manuskript erhalten. Ich sehe die Sache aber komplett anders als du. In knapp zwei Tagen war ich durch und konnte das Manuskript gar nicht weglegen. Hefner schreibt diesen Stil mit den Schauplatzwechsel, der m. M. n. die Spannung hoch hält und Tempo bringt. Aber vor allem die Stimmung auf der Insel konnte ich gut nachvollziehen und auch die Chefermittlerin war mir auf Anhieb sympathisch. Ich arbeite auch in einer Männerdömäne und weiß, wie schwer es ist, sich dort durchzusetzten.

    Auf einer Skala mit zehn Punkten gibt dieses Buch eine glatte ZEHN

    Aber da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich die Geschmäcker sind. Gott sei Dank gibt es eben diese Vielfalt.

    Schöne Grüße

    Medusa aus Wittenstein

    • Mestra Yllana

      Und genau darum liebe ich Bücher so sehr: weil sie für jeden Leser etwas anderes bedeuten und von jedem anders gesehen und beurteilt werden! =)

      Ich habe mich sehr durchwursteln müssen, mir fehlte immer ein bisschen das Sahnehäubchen Spannung, was ich sehr schade fand.

      Keine Bange, auch ich arbeite in einer Männerdomäne und weiß, was es heißt, sich durchsetzen und alles erkämpfen zu müssen. Ich kam bisher ganz gut damit klar und auch Cathy zeigt ja auch wirklich Züge, in denen man sieht, dass sie durchaus schlagfertig und kompetent genug ist, ihren Mann zu stehen. Mich hat eher gestört, dass sie so hölzern war, ich weiß auch nicht, wie ich es besser beschreiben sollte, ich fand irgendwie so gar keinen Zugang zu ihr, erst gegen Ende hin.

  3. Daggi

    Schade, dass das Buch bei Dir nicht so gut angekommen ist. Mir ging es wie Ruby, am Anfang dachte ich, das wäre etwas für mich, aber nun werde ich erstmal abwarten und mir irgendwann nochmal die anderen Rezensionen anschauen.

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