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[Rezension] – “Der einzige Ausweg” von Antonio Hill

Posted by on 22/04/2014

Da sitze ich gerade so am Computer und stelle zwei Dinge fest: zum Einen schlage ich gerade nur sinnlos die Zeit tot und das ist mir eigentlich total zuwider, denn Zeit ist sehr wertvoll und man kann ja auch sinnvolle Dinge erledigen. Andererseits sind ja noch ein paar Rezensionen zu schreiben – und schon habe ich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, denn was ist schließlich sinnvoller (ok, ein Buch zu LESEN ist sicherlich sinnvoller), als eine anständige Rezension über ein Buch zu schreiben?

Das Buch, welches ich euch heute vorstellen möchte, hat wieder einmal seinen Weg über meine Kollegin zu mir gefunden. Gelesen habe ich es eigentlich schon vor zwei oder drei Wochen und irgendwie scheint es dann untergegangen zu sein – ihr merkt schon, sonderlich spannend und packend kann ich es nicht gefunden haben, wenn es einfach so aus meinem Kopf verschwindet… oder ist dies nur eine vorschnelle Reaktion? ;-)

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Titel: Der einzige Ausweg
Autor: Antonio Hill
Verlag: Suhrkamp Verlag
Erscheinungsdatum: 9. Dezember 2013
Genre: Krimi
ISBN-Nummer: 
978-3518464878

Der Autor:
Antonio Hill wurde im Jahre 1966 in Barcelona geboren und studierte Psychologie. Nach dem Abschluss seines Studiums, arbeitete er als Übersetzer (u. a. Jonathan Safran Foer und A. L. Kennedy), bevor er selbst Autor wurde. Er ist seiner Heimatstadt Barcelona treu geblieben und lebt und arbeitet nach wie vor in dieser faszinierenden Stadt. Zu “Der einzige Ausweg” gibt es noch einen Vorgänger, nämlich “Das Tal der toten Puppen”.

Das Cover und die Inhaltsangabe:
Das Cover zeigt den dunklen Himmel in einem Innenhof, dessen Wände allesamt rot beleuchtet sind. Obwohl der Himmel wirklich ein bisschen den Eindruck erweckt, der letzte, einzige Ausweg zu sein, finde ich das Cover wenig beeindruckend und gebe auch unumwunden zu, dass ich das Buch nach einen Blick auf das Bild ohne jegliches Interesse wieder zurück in das Regal gestellt hätte. Dabei klingt die Inhaltsangabe ja durchaus spannend und lesenswert, wenn ich ehrlich bin:

Eine junge Frau wird von der U-Bahn erfasst, und Inspektor Salgado muss raus in die kalte Nacht von Barcelona: War es Selbstmord? Aber was bedeutet dann das einzige Foto auf ihrem Handy: die steifen Körper von drei erhängten Hunden? Salgado macht sich an die Arbeit, auf seine eigene kompromisslose Art, die ihn in der Vergangenheit schon mehr gekostet hat, als ihm lieb sein kann. Er spricht mit den Kollegen des Opfers bei einem Kosmetikhersteller, doch ihre Chefin begegnet ihm ausweichend, und die jungen Kollegen kriegen kein gerades Wort heraus. Niemandem in dieser Firma ist zu trauen, und dann erfährt Salgado von einer weiteren Tragödie: Ein anderer Mitarbeiter hat sich eine Kugel in den Kopf gejagt – nachdem er seine Frau und seine kleine Tochter regelrecht hingerichtet hatte … Quelle: suhrkamp.de

Meine Meinung:
Gleich vorweg – zwar spielt die Geschichte dieses Buches in Barcelona, doch das war dann auch schon der Hauptgrund, warum sich dieses Buch einen “Barcelona-Krimi” nennen dürfte – abgesehen von ein paar Straßennamen hat der Autor leider absolut nichts vom Flair dieser Stadt, seiner Geschichte oder seinem Sein eingefangen, was ich sehr schade finde, denn Barcelona ist eine sehr schöne Stadt. Ich war zwar noch nie dort, aber ich würde wahnsinnig gerne einmal hinfahren und hätte es schön gefunden, wenn die Stadt mehr eingebunden worden wäre.

Ähnlich geht es mir aber auch mit dem Rest des Krimis – der Anfang ist sehr spannend, denn eine junge, eher introvertierte Österreicherin begeht scheinbar Selbstmord in der Metro. Eigenartig ist nur die einzige verwertbare Spur auf ihrem Handy, nämlich das Foto der erhängten Hunde. Als Hector Salgado ihre Arbeitskollegen befragt, stellt sich heraus, dass sich auch noch ein anderer Mitarbeiter schon vor dem Selbstmord der Frau umgebracht hat. Die Lösung dieser scheinbaren Selbstmorde scheint in der mysteriösen Kosmetik-Firma zu suchen zu sein…

Neben diesem Handlungsstrang erfährt der Leser zudem, dass Hector Salgados Exfrau vor einigen Monaten spurlos verschwunden ist. Eine junge, schwangere Kollegin begibt sich auf Spurensuche, mit dem eisernen Ziel, Hector Salgados Exfrau zu finden…
Leider kann Mr. Hill den anfänglich aufgebauten Spannungsboden absolut nicht halten, ich begann, mit jeder weiteren Seite immer weiter das Interesse zu verlieren, da die beiden parallel laufenden Geschichten einfach nicht zusammenpassen wollen. Hätte der Autor die beiden Geschichten auf zwei Bücher aufgeteilt und wäre bei beiden Storys jeweils näher darauf eingegangen, so hätte er sich definitiv einen besseren Gefallen getan.

Anstatt die Spannung anzufachen, verlor ich mich in mehr oder minder uninteressanten Diskussionen und Jammereien der Firmen-Chefin und deren Mitarbeitern, die aber zur Lösung des Falles absolut nichts beitragen. Lediglich die letzten Seiten bringen endlich Licht in das Dunkel, doch leider vermag das durchaus ganz interessante Ende den schwachen Mittelteil nicht auszumerzen. Zudem ist der Cliffhanger auf den letzten Seiten absolut nichts für meinen Geschmack, wenn ich ganz ehrlich bin…

Zudem bleiben nach dem Schließen der Buchdeckel so viele ungeklärte Fragen offen und lose Fäden schwirren umher, sodass ich mich richtig gefrustet fühlte. Somit kann ich diesem Barcelona-Krimi leider nur 2 von insgesamt 5 Sternen geben und ich werde vermutlich weder den Vorgänger noch seinen Nachfolger (den es geben muss, bei diesem Cliffhanger) zur Hand nehmen und lesen.

2 Responses to [Rezension] – “Der einzige Ausweg” von Antonio Hill

  1. Daggi

    Gleicher Autor, anderes Buch, schau morgen unbedingt mal in meiner Buchlounge vorbei, ob Du nicht an der Verlosung teilnehmen möchtest :D

    http://buchlounge.wordpress.com/

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