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[Rezension] – “Die Insel der roten Mangroven” von Sarah Lark

Posted by on 19/06/2014

Mitte Mai war es endlich soweit – ich durfte schon vor dem eigentlichen, offiziellen Erscheinungstermin das Manuskript zu Sarah Lark’s “Die Insel der roten Mangroven” in Empfang nehmen. Dank einer Leserunde im Rahmen der Lesejury-Lieblinge vom Bastei Lübbe Verlag durfte ich den Nachfolger von “Die Insel der tausend Quellen” vorab lesen. Mittlerweile ist das Buch nun endlich erhältlich und ich möchte euch die Geschichte ein bisschen näher bringen.

Die Leserunde selbst – meine Erste übrigens – war wirklich sehr entspannt und ich hatte sehr viel Spaß dabei. UND ich habe es sogar geschafft, wirklich immer nur bis zu der Stelle zu lesen, die in der jeweiligen Kalenderwoche vorgegeben war. Ich hatte mir extra Post-its hineingeklebt (Tipp aus dem Forum der Leserunde, hilft ungemein), sodass ich den Absprung noch rechtzeitig schaffe. Meistens waren es ganz besonders “gemeine” Stellen, an denen es richtig in den Fingern gekribbelt hat, das Post-it zu ignorieren und einfach umzublättern…

inselmangroven

Titel: Die Insel der roten Mangroven
Autor: Sarah Lark
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 13. Juni 2014
Genre: (historischer) Roman
ISBN-Nummer: 978-3404169764

Die Autorin:

Bei “Sarah Lark” handelt es sich ebenso wie der Namen der Autorinnen “Ricarda Jordan” und “Elisabeth Rotenberg” um Pseudonyme ein und der selben Person, nämlich der deutschen Christiane Gohl, die auch unter ihrem eigentlichen Namen zahlreiche Bücher veröffentlicht hat. Geboren 1958 in Bochum, studierte Christiane Gohl Literaturwissenschaften und Geschichte, bevor sie Reiseleiterin wurde. Durch diesen Job wurde auch ihre Liebe zu Neuseeland geweckt – mittlerweile wohnt sie in Spanien und schreibt weiter fleißig und sehr erfolgreich Bücher.

Im Rahmen der Leserunde durften wir Sarah Lark etwas genauer kennenlernen, was ich immer besonders spannend finde. Mit dem Menschen hinter diesem großen Autorennamen zumindest “online” ein bisschen Kontakt zu haben ist einfach etwas ganz Besonderes.. ;-)

Das Cover und die Inhaltsangabe:
Die Bücher von Sarah Lark zieren zum Großteil relativ ähnliche Cover, sodass die Bücher durchaus einen gewissen Wiedererkennungswert haben. Ein strahlend weißer Sand, kristallklares Meer und er Schatten von Palmen – romantisch und verträumt zeigt sich das Cover der Insel der roten Mangroven. Im Himmel findet man eine Landkarte.
Die Inhaltsangabe entführt bereits in wohlige Vorfreude, wenn man schon einmal ein Buch von Sarah Lark gelesen hat:

Jamaika, 1753: Deirdre, die Tochter der Engländerin Nora Fortnam und des Sklaven Akwasi, lebt behütet auf der Plantage ihrer Mutter und ihres Stiefvaters. Die jungen Männer der Insel umschwärmen sie trotz ihrer anrüchigen Herkunft. Doch Deirdre zeigt kein Interesse, bis der junge Arzt Victor Dufresne um ihre Hand anhält.
Nach einer prunkvollen Hochzeitsfeier schiffen sich Victor und Deirdre ein nach Saint-Domingue auf der Insel Hispaniola. Und was dort geschehen wird, soll alles verändern… Quelle: Bastei Lübbe

Meine Meinung:
Deirdres Leben auf Cascarilla Gardens, Jamaika könnte schöner nicht sein – sie hat liebevolle Eltern, ein temperamentvolles Pferd und genießt auch sonst alle Vorzüge, die sich Mitte des 18. Jahrhunderts als Plantagenbesitzer auf Jamaika boten. Doch Deirdres Vergangenheit ziert ein Makel, denn Deirdre ist ein Halbblut, der biologische Vater ein entflohener Sklave. Diese Tatsache wird von den umliegenden Plantagenbesitzern natürlich nicht toleriert und Deirdre somit von der Gesellschaft ignoriert und geschnitten.

Als Victor Dufresne um Deirdres Hand anhält und Deirdre dieser Werbung freudig zustimmt, scheint sich alles zum Guten zu wenden… Im zweiten Handlungsstrang lernen wir Bonnie kennen, eine schwarze Sklavin, die von ihrem Backra (Herr) misshandelt und vergewaltigt wird. Doch Bonnies Herz schlägt eigentlich für Jefe, der wie seine Mutter einen Freibrief besitzt und somit zu den wenigen, freien Schwarzen zählt. Als in einer versteckten Bucht ein Piratenschiff anlegt, sieht Bonnie ihre Chance gekommen, endlich aus diesem Leben auszubrechen.

Sarah Lark entführt den Leser wieder in ein fremdes Land voller wunderschöner, mitreißender Landschaftsschilderungen. Gleichzeitig aber schildert die Autorin auch die schlimmen Zustände der Sklaven, ihren Hass gegenüber ihren weißen Herren und die Ohnmacht, mit der sie versuchen, sich gegen ihre ausweglose Situation zu wehren.
Es macht viel Spaß, neben den zwischenmenschlichen Ereignissen in die historischen Geschehnisse zu dieser Zeit einzutauchen – das Leben der Feld- und Haussklaven, deren Aufstände und dazwischen unsere fiktiven Figuren.

Aber nicht nur die zauberhaften Landschaftsbeschreibungen machen Sarah Lark’s Bücher aus – auch ihre vielschichtigen, unterschiedlichen Figuren aus allesn Bevölkerungsschichten machen die Geschichte sehr bunt und lebendig. Amali als treue Freundin Dede’s, die ganz schön Temperament zeigt, als sie ihrer Freundin aufzeigen will, dass sie sich gerade in etwas verläuft, die kämpferische Bonnie, der hasserfüllte Jefe oder auch der etwas dumme, launenhafte Lennie, der nicht zu schätzen weiß, was Dede, Victor und Amali für ihn getan haben…

Allerdings muss ich zugeben, dass ich in erster Linie nicht mit Deirdre sympathisiert habe, da mir ihre Geschichte (ich darf nicht spoilern, nein!!) ein bisschen zu konstruiert vorkommt. Außerdem ist Dede im Laufe der Geschichte in meiner Achtung ziemlich gesunken – wenn ihr das Buch gelesen habt, werdet ihr verstehen, was ich meine. Da rettet sie auch nicht diese eine Szene, in der sie dann doch noch zeigt, dass sie zu Victor stehen möchte – aber ich will nicht zu viel verraten. Viel spannender fand ich dafür Bonnies Entwicklung und ihre Geschichte, denn wie ihr euch denken könnt, landet das Mädchen auf dem Piratenschiff…

Es fiel mit wie schon gesagt sehr schwer, das Buch an den vorgegebenen Stellen wieder aus der Hand zu legen und zu warten, bis ich wieder weiterlesen durfte. Sarah Larks farbenfroher, bildreicher Schreibstil entführt in diese Zeit und man hat fast das Gefühl, selbst neben Bonnie auf den Planken des Piratenschiffs zu stehen oder neben Deirdre auf einem feurigen Araber dahinzugaloppieren. Fast kann man die Sonne auf der Haut spüren und sich zB. Victors geschniegelte Eltern vorstellen, denen Mode und Auftreten wichtiger sind, als alles andere.

“Die Insel der roten Mangroven” bekommt von mir 4,5 Sterne – zudem hat dieses Buch es geschafft, dass ich unbedingt den Vorgänger “Die Insel der tausend Quellen” lesen möchte. Es ist zwar nicht unbedingt notwendig, diesen Vorgänger zu kennen da die Bücher in sich abgeschlossen sind, aber ich gewann Deirdres Mutter Nora so lieb und sie imponierte mir sehr, sodass ich einfach wissen möchte, wie genau ihre Vergangenheit aussieht. Es gibt zwar einige Andeutungen und man kann sich viel zusammenreimen, aber ich würde es dann doch gerne genau wissen… =)

2 Responses to [Rezension] – “Die Insel der roten Mangroven” von Sarah Lark

  1. margit

    Gibt schon tolle Bücher ,dieses kenne ich noch nicht !
    Lg Margit

  2. Ruby

    Heyho,

    es klingt nach einem tollen Buch, dass ich mir unbedingt auch mal anschauen muss. :)
    Ist auf jedenfall schon ein tolles Cover. *g*

    Lieben Gruß,
    Ruby

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