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[Rezension] – “Ein feiner dunkler Riss” von Joe R. Lansdale

Posted by on 18/08/2014

Heute gibt es mal wieder ein Geständnis von mir – ich bin kein Fan von gehypten Büchern, sodass es meistens vorkommt, dass ich viele Bücher erst dann lese, wenn der große Hype bereits wieder vorbei ist und die Leute schon längst wieder ein anderes Buch, eine andere Buchreihe hochleben lassen. Prima Beispiele sind da zum Beispiel die Panem-Bücher oder auch Shades of Grey – beide Reihen habe ich erst gelesen, als die Bücher eher schon wieder out waren. Und ich war auch von beiden Trilogien nicht wirklich angetan.

Ähnlich geht es mir da auch mit Pressestimmen – es mag selbstverständlich toll aussehen und auch ein großes Lob für den Autor sein, wenn eine bekannte Zeitung oä. mit einem begeisterten Kommentar zitiert wird, aber trotzdem sind diese Pressestimmen kein Garant dafür, dass das Buch auch MIR gefallen würde.
Heute habe ich also wieder so ein Beispiel für euch – lobende Pressestimmen, aber auch viele durchwegs positive Bewertungen auf Amazon & Co., aber ich war und bin trotzdem nicht so recht überzeugt:

rissbuch

Rezension “Ein feiner dunkler Riss” von Joe R. Lansdale

Titel: Ein feiner dunkler Riss
Autor: Joe R. Lansdale
Verlag: Suhrkamp Verlag
Erscheinungsdatum: 1. Auflage, 17. Februar 2014
Genre: Krimi
ISBN-Nummer: 978-3518464977

Der Autor:
Joe R. Lansdale wurde im Jahr 1951 in Gladewater, Texas geboren und wohnt auch nach wie mit seiner Frau und den gemeinsamen Kindern in Texas. Er gehört vor allem in den USA zu den bekanntesten Krimi-Autoren und hat schon zahlreiche Bücher geschrieben, die auch mit verschiedenen Auszeichnungen wie zB. dem American Mystery Award, dem British Fantasy Award, sowie 5x mit dem Bram Stoker Horror Award bedacht wurden. Neben dem Schreiben betreibt er zudem mehrere Kampfsportschulen.

Das Cover und die Inhaltsangabe:
Obwohl das Cover dank des alten, unverkennbar amerikanischen Autos ganz gut zur Geschichte selbst passt, finde ich die Gestaltung nicht besonders aufregend, im Geschäft wäre ich wohl daran vorbeigelaufen, wenn ich ganz ehrlich bin. Nicht unbedingt ein Titelbild, welches einen Cover-Käufer wie mich anzieht. Spannender fand ich da schon die Inhaltsangabe, wenn ich ganz ehrlich bin, denn die versprach einen Krimi, vielleicht auch eine Geistergeschichte und ein Bild vom texanischen Leben im Jahre 1958:

East Texas, 1958. Bis vor kurzem glaubte der dreizehnjährige Stanley noch an den Weihnachtsmann. Im Laufe eines einzigen heißen Sommers erfährt er jedoch mehr über die Welt jenseits seiner Superheldencomics und des elterlichen Autokinos, als ihm lieb ist. Stans Welt ist von Gewalt geprägt: Sein bester Freund wird zu Hause verprügelt, die Küchenhilfe lebt bei einem gewalttätigen Mann, und selbst Stans Vater wird handgreiflich, wenn es um die Familienehre geht – zum Beispiel gegen übereifrige Verehrer von Stans siebzehnjähriger Schwester. Das einzige Gegenprogramm liefern das Autokino von Stans Vater und die faszinierenden alten Geschichten um ein Spukhaus auf dem Hügel, einen kopflosen Geist am Bahndamm und zwei in ein und derselben Nacht ermordete Mädchen. Begleitet von seinem treuen Hund Nub und unterstützt von dem mürrischen schwarzen Filmvorführer und Ex-Polizisten Buster, beginnt Stan, Detektiv zu spielen – ohne zu ahnen, worauf er sich da eingelassen hat. Quelle: suhrkamp.de

Meine Meinung:
Stanley ist ein überaus netter, höflicher 13jähriger Junge, der besonders zu Beginn des Buches ziemlich unbedarft ist, was sich im Laufe der Geschichte allerdings drastisch ändert. Denn nicht nur, dass ihn seine Schwester über diverse Dinge aufklärt, findet er auch eine rätselhafte, vergrabene Kiste und kommt bald einem Mord auf die Spur…
Die Erzählungen aus Stanleys Kindheit fesseln den Leser zuerst sehr, denn in der kleinen Stadt geht es eigentlich ziemlich gemütlich und beschaulich zu, wären da nicht ab und an ein paar Probleme zwischen den Weißen und den Schwarzen, diverse Gewalttätigkeiten und der eine oder andere Geist…

Ich mochte diese Kleinstadtidylle wirklich sehr gerne, die Kulisse des Autokinos und das ganze Drumherum lässt einen die texanische Kindheit fast bildhaft miterleben.

Ich hatte also einige Erwartungen an dieses Buch, vor allem der rassistische Hintergrund hätte mich sehr interessiert, aber auch die kriminalistischen Züge, die die Geschichte eigentlich versprach. Doch leider kam während der ganzen Geschichte relativ wenig Spannung auf, einen stetig steigenden Spannungsbogen suchte ich also vergebens. Vielmehr dümpelt man ziemlich unaufgeregt durch die Geschichte und einzig die Tatsache, dass ich Stanley und auch seine Schwester sowie Stan’s Hund “Nub” eigentlich sehr gerne mochte, hielt mich bis zum Schluss in der Geschichte.

Natürlich – ab und an gibt es schon ein paar spannendere Stellen, aber im Großen und Ganzen spiegelt dieses Buch eigentlich jedermanns Kindheit wieder: als Kind findet man alles superspannend, ein Außenstehender (also in diesem Fall ich als Leser) jedoch fängt sich sehr schnell an zu langweilen, weil sich im Grunde genommen nie wirklich viel tut. Mehr fällt mir dazu auch eigentlich nicht mehr ein wenn ich ehrlich bin, von mir gibt es daher nur 2 von 5 Punkten für dieses Buch.

12 Responses to [Rezension] – “Ein feiner dunkler Riss” von Joe R. Lansdale

  1. Anika

    Schade, dass dich das Buch enttäuscht hat. Drücke dir die Daumen, dass es beim nächsten Buch wieder anders ist.

    • Mestra Yllana

      Mh, man kann nicht immer jedes Buch toll finden, das wäre unrealistisch. Außerdem gibt es dafür genug andere Leute, denen das Buch sehr gut gefallen hat. =)
      Aber danke für deinen lieben Wunsch, das Buch, dass ich momentan lese finde ich bisher eigentlich ganz okay! =)

  2. Romy

    texikanische Kindheit, Kleinstadtidylle, ach das klingt doch irgendwie interessant und spannend. Schade, dass es nicht ganz erfüllt wurde.

    LG Romy

    • Mestra Yllana

      Diese kleine, texanische Kleinstadtidylle fand ich ja noch ganz ansprechend, aber man hätte definitiv noch so viel mehr daraus machen können, va. haben viele Komponenten gefehlt bzw. wurden nur ganz schwach dargestellt, da hat der Klappentext definitiv einfach was anderes versprochen…

  3. Isi

    Oh, ein Hund ist dabei :-)
    Von mir kommen hier Schlabberbussis für euch VIER!!
    Liebes Wuffi Isi

    • Mestra Yllana

      *lach*
      Jap, Nub ist ein sehr sympathischer und liebenswerter Charakter in diesem Buch – er riskiert sogar mehrfach sein Leben für Stan! =)
      *hachz* Schlabberbussis! <3 Natürlich doppelt und dreifach an Euch zurück, liebste Isi! <3

  4. Brigitte

    Na ja jedes Buch kann kein Lieblingsbuch sein, schade.
    Liebe Grüße

  5. Ruby

    Hey meine Liebe,

    das klingt natürlich nicht so berauschend, aber es gibt einige Bücher die in den Himmel gelobt werden und dann ziehen viele mit. Gerade bei so Hype-Büchern, wo ich dann schon echt neugierig bin und mir zum Schluss denke war okay aber es gibt bessere.
    Aber es steckt an würde ich meinen, dass man sich fast nicht traut was schlechtes zu schreiben. Keine Ahnung, ich bin froh wenn ich Rezis lese die so gemeint sind wie sie geschrieben wurden. ;)

    Lieben Gruß,
    Ruby

  6. Daggi

    Das mit dem Hype kenne ich. Es gibt viele Bücher, die ich da gar nicht lese. Dabei ist mir dann auch erst mal der Hundertjährige durchgerutscht. Das war dann ein Fehler, habe ich eingesehen. Aber Shades of Grey z.B. war mir auch zu gehyped, habe ich bis heute nicht gelesen.

    LG
    Daggi

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