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[Rezension] – “Journeyman” von Fabian Sixtus Körner

Posted by on 17/02/2014

Oooooh, wisst ihr, wie böse es ist, wenn man eine neue Kollegin ins Büro bekommt? Keine Sorge, ich meine das durchwegs positiv, auch wenn es auf den ersten Blick definitiv nicht so klingen mag! =)
“Böse” ist meine neue Kollegin Silvia deshalb, weil sie mindestens genauso gerne liest wie ich – vor einiger Zeit hat sie mir sogar ihr “Ablagesystem” gezeigt und dafür einen riesenhaften, schweren Ordner mit in die Arbeit gebracht. Sie kopiert nämlich von jedem gelesenen Buch das Cover und schreibt ein Kurzfazit dazu, damit sie später noch weiß, wie ihr das jeweilige Buch gefallen hat. Auch eine prima Möglichkeit, wenn man nicht so wie ich auf einen Blog zurückgreifen kann.

Auf jeden Fall bringt mir die liebe, gute Silvia immer wieder neue Bücher mit – durch diese zusätzliche “Futterquelle” wächst mein SuB noch rasanter, selbst mein eigens deswegen auferlegter Kauf-Stop kann daran kaum etwas ändern, ich Opfer! ;-) Zudem bekomme ich immer auch gleich Feedbacks von Silvia’s Familie zu den jeweiligen Büchern mitgeliefert in denen ich mindestens ebenso neugierig schmökere wie in den Büchern.
Auch das folgende Buch, welches ich euch nun vorstellen möchte, hat mir Silvia zugesteckt:

journeyman

Titel: Journeyman – 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs
Autor: Fabian Sixtus Körner
Verlag: Ullstein extra
Erscheinungsdatum: 11. November 2013
Genre: Reisebericht, Lebensgeschichte
ISBN-Nummer: 978-3864930140

Der Autor:
Da die Geschichte in diesem Buch nicht nur von Fabian selbst erzählt wird, sondern gleichzeitig auch seine abenteuerliche Reise erzählt, gibt es ausnahmsweise einen noch kürzeren Steckbrief von ihm. Geboren wurde er 1981 und arbeitete als Designer, Fotograf und Innenarchitekt. Zudem führt er seinen ganz eigenen (Reise)Blog. Seit 2012, also nach dem Beenden seiner Walz, lebt und arbeitet er in Berlin

Das Cover und die Inhaltsangabe:
Fabian Körner selbst ziert dieses abenteuerliche Cover – lässig mit einer Zigarre im Mund in einem fremden Land. Fast kann ich einen Hauch von Aufregung und Abenteuer wittern, wenn ich dieses lässig-verwegene Cover betrachte. Wirklich sehr gut gelungen, das muss ich zugeben! Aber auch der Klappentext steht dem Cover in nichts nach, wer würde es nicht spannend finden, mit einem Minimum an Geld die ganze Welt zu bereisen und sich durchzuschlagen?

Wie kommt man einmal um die Welt, mit nur 255 Euro auf dem Konto? Fabian Sixtus Körner schnappt sich seinen Rucksack und macht sich auf ins Ungewisse. Sein Plan: alle Kontinente dieser Erde bereisen – und überall für Kost und Logis arbeiten. Ohne Reiseroute und feste Jobs, nur mit dem Drang nach Freiheit und grenzenlosem Optimismus im Gepäck. In seinem mitreißenden Reisebericht erzählt Körner von Hahnenkämpfen in Santo Domingo, permanenten Abschieden, Modelwettbewerben in Malaysia, von Kulturschocks und Gastfreundschaft. Er legt Tausende von Kilometern in Fliegern, Zügen, Bussen, löchrigen Booten und Rikshas zurück und arbeitet dabei mal als Grafiker, mal als Architekt oder Fotograf. Zwei Jahre und zwei Monate, über 60 Orte, querweltein. Quelle: vorablesen.de

Meine Meinung:
Wie schon gesagt mag ich das Cover sehr, sehr gerne, es hat so etwas verwegenes und abenteuerliches – außerdem ist der gute Fabian durchaus auch “ganz nett” anzusehen, oder?! Ebenfalls toll finde ich auch die Bildabschnitte in diesem Buch, denn so kann man sich ein richtig hautnahes Bild von Fabians Erzählungen und Reisezielen machen. Besonders interessant fand ich die Schilderungen über die verschiedenen Mentalitäten in den unterschiedlichen Ländern, zB. die Chinesen, die in jedem Fall ihr Gesicht wahren möchten und dafür auch gerne die Unwahrheit sagen, auch wenn sich das Gegenteil ganz leicht beweisen lässt.

Bewundernswert ist in jedem Fall auch sein Wille – obwohl er mehrere Situationen erleben musste, in denen er seine Walz einfach abbrechen hätte können, hat er sie trotzdem durchgezogen und ist am Ball geblieben. Prima waren die relativ kurz gehaltenen Kapitel mit den jeweiligen Zeitangaben (zB. #5; Allein in Alexandria, August – September 2010, Seite 89), denn so fiel die (Zeit)Orientierung in der Geschichte sehr leicht.

Trotz der durchaus interessanten Schilderungen von Land, Leuten und deren Mentalität wurde ich mit dem Erzählstil einfach nicht warm – denn im Grunde genommen ist es wirklich nur eine Erzählung, die auf mich ein bisschen lustlos heruntergerattert wirkt. Herr Körner hat eben einfach erzählt, was er zwei Jahre lang so alles gemacht hat, allerdings wurden meine Erwartungen, die nicht nur das ansprechende Cover, sondern auch der tolle Klappentext geweckt haben, absolut nicht erfüllt.

Der prickelnde Hauch von Abenteuern in fremden Ländern, den ich irgendwie vorausgesetzt hatte, geht mir ein bisschen dadurch verloren, dass Fabian ja viel von Bekannten zu Verwandten reist, mal trifft er dort eine alte Freundin, dann wieder kehrt er zu den Leuten zurück die er im ersten Jahr schon kennen gelernt hat. Ich hoffe, man versteht mich nicht falsch – diese Tatsache ist definitiv nichts schlechtes, im Gegenteil, ich würde es wohl auch so machen, aber der Klappentext versprach einfach MEHR.
Außerdem waren mir die Schilderungen teilweise zu trocken und auch zu langatmig, muss ich ehrlich zugeben.

Zudem kam Fabian definitiv nicht “mit nur 255 Euro rund um die Welt”, denn alleine sein erster Flug, nämlich von Deutschland nach Shanghai kostet deutlich mehr als die erwähnten 255 Euro. Diese “Geld- und Finanzierungssache” sieht sich für mich auch durch das ganze Buch, denn Fabian muss definitiv immer etwas verdient haben denn sonst hätte er sich die vielen Flüge definitiv nicht leisten können – Australien, Indien, Malaysia, usw. – alle diese Reiseziele kosten eine Menge Geld!

Ihr merkt schon, so recht warm wurde ich mit Fabian’s Geschichte leider nicht – nehmen wir uns also die Amazon-Bewertungsskala mit 5 möglichen Sternen zur Hand. Von mir bekommt Fabian’s Reisebericht über seine “Wanderjahre” 2 von 5 Punkten – vielleicht haben Leute mit mehr Fernweh als ich auch mehr Freude an diesem Buch! Ich liebe es zwar ein, zwei oder sogar drei Wochen auf Urlaub zu fahren, danach zieht es mich aber unweigerlich wieder nach Hause zurück! <3

3 Responses to [Rezension] – “Journeyman” von Fabian Sixtus Körner

  1. Ruby

    Huhu,

    als das Cover würde mich jetzt persönlich auch sofort ansprechen, wenn mir auch die Zigarette nicht wirklich gefälle. :P Aber auch der Klappentext macht neugierig und man möchte gerne wissen wie er es letztlich schafft bzw. ob er es überhaupt schafft.
    Deine Rezi hat mich jedoch wieder runtergeholt. Scheinbar verspricht das Buch einfach zu viel. Reiseberichte zu lesen ist nicht schlecht, sofern man das Gefühl bekommt man ist dabei und kann sich alles gut vorstellen. Dazu wäre es natürlich schön gewesen zu erfahren, wie er es mit so wenig Geld geschafft hat. Wenn du aber schon erwähnst, dass er das Geldmäßig nie hinbekommen hätte mit den ewigen Flügen, dann muss ich sagen ist es schon wieder etwas blöd. ^^°
    Wohl kein Buch, welches ich mir kaufen werde.

    Lieben Gruß,
    Ruby

    • Mestra Yllana

      Ich hab mich richtig geärgert, als ich das Buch zugeschlagen habe – aber manchmal muss man auch einen Fehlgriff tun, immerhin entdeckt man nur durchs Versuchen erst so richtig gute Bücher! =)
      Ich hatte einfach das Gefühl, er rasselt das so runter, ich fand da keinen Zugang, leider!

  2. Carina

    Du bist ja echt ne richtige Leseratte. Wir können uns daran nichts abfinden. Ich hoffe unser Kind wird da mal anders.

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