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[Rezension] – “Was habe ich getan” von Amanda Prowse

Posted by on 30/06/2014

Anfang Mai durfte ich mich ja über einige superliebe Pakete freuen – ob das jetzt unmittelbar mit meinem Geburtstag zusammenhing würde ich gar nicht einmal behaupten – auf jeden Fall habe ich mich sehr darüber gefreut, denn neben vielen Leckereien für den Wolf, die Wuffels und auch mich gab es auch das eine oder andere Buch für meinen SuB. Eines dieser Bücher möchte ich euch heute sehr empfehlen, denn es hatte mich von der ersten Seite an gepackt und ich konnte es kaum aus der Hand legen.

Bekommen habe ich das Buch von der lieben Heike, die schon Bammel hatte, dass mir das Buch nicht gefallen würde – Heike, sei beruhigt, die Geschichte war einfach toll! Vielen lieben Dank für diese tolle Überraschung, du hast mir ein paar schöne Lesestunden geschenkt! =)

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Titel: Was habe ich getan
Autor: Amanda Prowse
Verlag: Weltbild
Erscheinungsdatum: 2013
Genre: Roman
ISBN-Nummer: 978-3863657864

Die Autorin:
Bevor Amanda Prowse zum Schreiben fand, arbeitete sie 10 Jahre lang als Unternehmensberaterin. Sie lebt und arbeitet gemeinsam mit ihrem Ehemann Simeon und zwei Söhnen namens Ben und Josh in England. Mittlerweile hat Amanda mehrere Bücher und Kurzgeschichten geschrieben und veröffentlicht.

Das Cover und die Inhaltsangabe:
Auf dem Cover sieht man das Gesicht einer Frau, die versucht, sich in ihrem Mantelkragen/Schal zu “verkriechen” – finde ich jetzt nicht besonders aussagekräftig, bzw. würde mich das Cover auch nicht dazu verleiten, nach dem Buch zu greifen, da ist eher der Titel selbst das Zugpferd.
Die Inhaltsangabe dafür verleitet eindeutig dazu, mal ein paar Seiten in das Buch zu lesen und die packen einen dann sowieso endgültig:

Kathryn Brooker scheint das perfekte Leben zu führen. Mit ihrem Mann, dem Internatsdirektor Mark, und ihren beiden Kindern Lydia und Dominic wohnt sie in einem hübschen Cottage, die Familie ist hoch geachtet, freundlich, fast ein bisschen zu perfekt … Niemand ahnt, dass Kathryn seit sechzehn Jahren in der Hölle lebt. Ihr Mann ist brutal und kontrollsüchtig, Abend für Abend, wenn die Kinder im Bett sind, quält er sie. Von der fröhlichen, optimistischen Kate, die er einmal geheiratet hat, ist nichts mehr übrig geblieben.
Bis Mark eines Tages die letzte Erinnerung an Kathryns Jugend in der Mülltonne verbrennt. Es ist der letzte Tag seines Lebens. Und es ist der erste Tag in einem neuen Leben für Kate. Doch ist der Preis, dass sie ihre Familie zerstört hat, als sie das Messer gegen ihn erhob? Quelle: Weltbild

Meine Meinung:
Gleich zu Beginn wird man als Leser mitten ins Geschehen geworfen: Kathryn sieht ihrem Mann, den sie soeben erstochen hat zu, wie er langsam sein Leben aushaucht, bevor sie den Notruf wählt. Was hat diese Frau dazu getrieben, ihren eigenen Ehemann zu erstechen?
Für Kate ist der Gefängnisaufenthalt jedoch keine Einschränkung, sondern vielmehr eine Befreiung, denn nun beginnt sie endlich wieder, ihr eigenes Leben zu leben. Doch ihre Kinder können ihr nicht verzeihen, dass sie ihnen jahrelang ein glückliches Familienleben vorgespielt hat…

Als Leser springt man verschiedene Zeitspannen in Kates Leben zurück, man erfährt nach und nach, mit welchen grausamen Mitteln ihr nach außen hin liebevoller und freundlicher Mann ihr jeglichen Halt und Freiheit, alle Lebensfreude Schritt für Schritt genommen hat. Parallel dazu begleitet man Kate auf ihrem schweren Weg zurück in das Leben, zuerst im Gefängnis uns auch später als freie Frau. Wird ihre kleine Familie es schaffen, sich wieder zu versöhnen?

Kates Geschichte hat mich wirklich sehr berührt, denn sie könnte direkt aus der Realität gegriffen sein – wer sagt mir, dass es dieser Frau, der ich heute beim Überqueren des Schutzweges in die Augen geblickt habe, nicht genauso geht wie Kate, dass sie sich in einer ähnlichen Situation befindet, unterdrückt und misshandelt von ihrem Ehemann? Doch Kate kämpft sich in das Leben zurück – auch immer wieder mit Rückschlägen, die einen als Leser auch sehr mitnehmen, vor allem die Reaktionen der beiden Kinder sind schlimm. Wenn auch verständlich, wenn man versucht, sich in deren Situation zu versetzen.

Oft war ich schockiert und entsetzt – nicht nur von den Misshandlungen, sondern vielmehr davon, wie einfach es scheint, dass man einen Menschen so sehr unter Kontrolle halten kann, dass sich dieser nichts mehr sagen, ja nicht einmal schreien traut, wenn man ihm Schmerzen zufügt.
Dieses Buch habe ich geradezu verschlungen und ich kann es wirklich Jedem empfehlen und als Herz legen, der gerne Reality-Romane liest, denn dieses Buch wird euch bis zur letzten Seite nicht mehr loslassen! Verdiente 5 von 5 Punkten gibts dafür von mir.

8 Responses to [Rezension] – “Was habe ich getan” von Amanda Prowse

  1. margit

    Ich kenne das von jemand und ,finde das Traurig.
    Lg Margit

  2. Fräulein Muster

    Hallo :)
    oh da bin ich aber sehr beruhigt , dass du ein paar tolle Lesestunden hattest & du das Buch kam aus den Händen geben wolltest *g* . Überraschungen sind einfach immer das Beste und sorgen für ein Lächeln im Gesicht .

    Deine Zusammenfassung klingt einfach sehr interessant und ich weiß nicht ob mich da nicht auch die “Lesewut” gepackt hätte, es ist ein ergreifendes Thema .

    viele Grüße
    Heike

    • Mestra Yllana

      Jap – und mit dieser Überraschung hast du auch voll ins Schwarze getroffen, meine Liebe! Noch einmal vielen, vielen lieben Dank dafür! <3 <3

      Das Thema frisst sich richtig ins Hirn und es nimmt einen auch mit – solche Bücher sind zwar schwere Kost, aber ich mag solche Bücher auch gerade deswegen so gern!

  3. Brigitte

    Klingt sehr mitreißend dieses Buch. Leider gibt es in der Realität mehr Fälle von dieser Gewalt als man annimmt. Dann liest man in der Zeitung Mord und Totschlag und wundert sich warum das so endet.
    Ganz einfach furchtbar diese Monster die ein Leben zerstören.
    Liebe Grüße

    • Mestra Yllana

      Ja – oftmals auch, weil irgendwelche Menschen die Augen zugemacht haben bzw. nicht auch mal genauer hingeguckt haben, so etwas finde ich immer sehr, sehr schlimm! =(

  4. Ruby

    Hey meine Liebe,

    dies scheint ein wirklich gutes und aufwühlendes Buch zu sein. Ich denke, da sollte ich auch mal reinschauen. Es ist schon Wahnsinn, wie das Leben mit einem spielen kann. :(
    Lieben Gruß,
    Ruby

    PS: Ich hoffe du hattest einen schönen Urlaub und bist so richtig gut erholt. ;o)

  5. Sabienes

    Ich habe das Buch auch gerade fertig gelesen. Mich hat die Person der Kathryn/Kate zum Schluss ein bisschen genervt. Und auch, wenn die Misshandlungen sehr grausam gewesen sind, habe ich mich immer gewundert, warum sie ihn überhaupt erst geheiratet hat. Auch die Sicht der Kinder (besonders als Dom ihr die Meinung gesagt hat) fand ich sehr plausibel. Natürlich rede ich mich leicht, andererseits kann Gewalt auf Gewalt nie die Lösung sein. Aber wenn man selbst betroffen ist, mag das ganz anders aussehen.
    Sehr gut hat mir der Erzählstil der Autorin gefallen.

    LG

    Sabienes

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