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[Rezension] – “Wenn das Meer die Liebe trägt” von Mardi McConnochie

Posted by on 16/11/2013

Vor ein paar Tagen war ich mir selbst ein bisschen unheimlich, ganz ehrlich! Immerhin habe ich es geschafft, ein komplettes Buch mit 250 Seiten anzufangen und nach knappen eineinhalb Stunden ausgelesen wieder wegzulegen. Das Buch ist weder illustriert noch finden sich andere, unnütze “Lückenfüller” darin – nein, es handelt sich um ein ganz normales Buch.
Einerseits lag diese Geschwindigkeit aber wohl auch an der Flüssigkeit der Geschichte selber, denn der Schreibstil ist wirklich sehr rund und einfach – eben “flüssig”.

Als ich nach einem letzten, fast ritualhaften Streicheln über die geschlossenen Buchdeckel einen Blick auf die Uhr warf, musste ich zweimal hingucken (und checken, ob die Batterien noch funktionieren) – der Wolf erklärte mich postwendend schlichtweg für verrückt und völlig krank. Aber hey: ich nehme es einfach als Einstimmung auf meinen Ausflug nächste Woche, ich habe mir nämlich fest vorgenommen, die Messe “Buch Wien” zu besuchen! Ich freue mich schon wie eine Schneekönigin, der Urlaubsantrag ist schon abgegeben, also dürfte gar nichts mehr dazwischenkommen, hoffe ich!

Schon wieder falle ich in mein typisches Gefasel, eigentlich möchte ich euch ja nur dieses wundersame Buch vorstellen:

meerliebetraegt

Titel: Wenn das Meer die Liebe trägt
Autor: Mardi McConnochie
Verlag: List Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 11. Oktober 2013
Genre: (Liebes)Roman
ISBN-Nummer: 978-3548611792

Die Autorin:
Mardi McConnochie wurde am 2. Februar 1971 in Armidale, New South Wales geboren und wuchs in Adelaide, Australien auf. Sie studierte an der Universität in Sydney und hat mittlerweile schon mehrere Romane, aber auch verschiedene Drehbücher geschrieben. Zur Zeit lebt und arbeitet sie mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Sydney.

Das Cover und die Inhaltsangabe:
Auf den ersten Blick wirkt das Cover ziemlich langweilig und nichtssagend, eine Frau mit etwas altmodischer Frisur küsst einen Mann, der gerade noch so am Bildrand zu erkennen ist. Liest man sich jedoch den Klappentext, dann passt das Cover eigentlich ganz gut zur Geschichte, vor allem durch die Frisur und auch den etwas altbackenen Kleidungsstil der Frau. Für mich zwar kein Cover, nach dem ich im Buchladen wirklich greifen würde, aber es passt zur Geschichte.

Im Vergleicht dazu ist der Klappentext deutlich interessanter und hat sogar mich dazu verleitet, mal in eine wirklich tolle und auch spannende Leseprobe hineinzuschnuppern:

Vor fünf Jahren haben Marina und der Seemann Stead drei magische Tage und Nächte miteinander verbracht – dann musste Stead zurück hinaus aufs Meer. 1943 ist er endlich wieder in Sydney, doch Marina ist spurlos verschwunden. Was Stead nicht weiß: Er ist Vater geworden, und Marina ist ihm mit dem Baby hinterhergefahren – nach London, Schanghai und Singapur, immer auf der Flucht vor dem Krieg, immer auf der Suche nach ihm, und immer war er gerade weitergereist. All die Jahre haben die beiden sich verpasst, doch sie geben die Hoffnung nicht auf, dass das Meer sie wieder zusammenführen wird … Quelle: vorablesen.de

Meine Meinung:
Wie schon verraten war ich absolut angetan von der schönen Leseprobe, die einfach nur herzerwärmend und sehr einfühlsam geschrieben war. Darin lernte ich Stead, einen Seemann kennen, der sich auf einem 3tägigen Landurlaub im Jahre 1938 in ein Mädchen namens Marina verliebt. Doch Stead muss wieder auf sein Schiff und Marina bleibt alleine zurück. Als Stead 5 Jahre später endlich wieder in Sydney ist, ist Marina spurlos verschwunden…

Bereits in der Leseprobe wuchs mir der etwas tölpelhafte Stead sehr ans Herz, da er nicht so recht weiß, wie er mit Marina umgehen soll – für ihn steht nur fest, dass er sie liebt und unbedingt wieder finden muss. Leider wird Stead im weiteren Lauf der Geschichte eher zu einer Nebenfigur, als das er die zweite Hauptfigur bleibt, die man als Leser eigentlich begleiten möchte. Das finde ich nach wie vor sehr schade, denn die ersten Kapitel mit ihm gefielen mir wirklich sehr, sehr gut.

Einen Großteil des Buches begleiten wir Marina, die nach Steads Aufbruch feststellen muss, dass sie schwanger ist – im Jahre 1938 als unverheiratete Frau eine absolute Schande. Noch dazu kommt der Krieg, der in diesem Buch auch einmal von einer etwas unbekannteren und “weniger populären” Seite geschildert wird – denn wie sich der 2. Weltkrieg zB. in Shanghai oder Singapur gestaltet hat, darüber wissen wir in unseren Breitengraden eigentlich relativ wenig. Und so suchen sich die Beiden gegenseitig und verpassen sich in diesen 5 Jahren oftmals nur um Haaresbreite, ohne davon zu wissen.

Dieses Buch erzählt nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch eine Geschichte voller Verlust und Trauer, aber auch von Hoffnung und davon, dass man nie aufgeben soll. Hätte das Buch noch 100 Seiten mehr gehabt, hätte es auch nicht gestört, wenn ich ehrlich bin und vor allem hätte man die Geschichten sicherlich noch ausbauen können. Aber auch so bleibt ein sehr einfühlsames, liebevoll geschriebenes Buch über zwei Menschen, die sich, wenn auch über den ganzen Erdball verstreut und durch den Krieg getrennt, wiederfinden wollen.

Obwohl man meinen könnte, dass das Buch doch sehr vorhersehbar ist, hat es die Autorin geschafft, immer wieder Überraschungen einzubauen, die allerdings nicht immer fröhlicher oder freudiger Natur sind, wodurch das Buch nicht der locker-leichte Sommerroman bleibt, den ich erwartet hatte. Keine Angst, das ist definitiv nicht negativ, im Gegenteil, denn dadurch bekommt die Geschichte einen Hauch Ernsthaftigkeit, der ausgezeichnet passt. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen und es darf sich deshalb über 4 Sterne von mir freuen!

2 Responses to [Rezension] – “Wenn das Meer die Liebe trägt” von Mardi McConnochie

  1. Petra

    Oh da wünsche ich dir ganz viel Spass auf der Buchmesse.

  2. Ruby

    Heyho,

    das klingt nach einem wirklich tollen Buch. Zu Beginn dachte ich jetzt nicht dass es etwas ist, aber irgendwie macht mich deine Rezi doch neugierig. :)

    Dann wünsche ich dir mal ganz viel Spaß auf der Messe. :)

    Lieben Gruß,
    Ruby

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