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Ein Städtetrip nach Rom – Teil III

Posted by on 14/10/2013

Jedes Mal, wenn ich mit einem Reisebericht beginne, bekomme ich ganz schlimmes Fernweh. Fernweh nach Rom und all den schönen Plätzen und Gebäuden, die wir besucht haben, aber auch Sehnsucht nach der italienischen Atmosphäre, den urigen italienischen Kaffeehäusern mit den typischen, italienischen Kellnern… Einfach dieses lebendige Pulsieren, welches man in Rom unwillkürlich zu spüren bekommt und in dessen Bann man sofort gezogen wird.

Im letzten Teil meines Berichtes waren wir im Petersdom zu Besuch und haben uns die Via Appia Antica und die Katakomben des Hl. Sebastian angesehen. Den nächsten Tag gingen wir etwas gemütlicher an und gönnten uns wieder ein Frühstück im Hotel, bevor wir mit der Metro direkt in die Stadt hineinfuhren – auf dem Plan standen die Engelsburg und die Engelsbrücke. Da wir nicht den ganzen Weg mit der Metro zurücklegen wollten, stiegen wir ein paar Stationen vorher aus und streunten ein bisschen durch die Gassen. Dabei entdeckte ich ein seltsames Bild, nämlich eine getarnte Palme – mal sehen, wer von euch errät, welche Palme nicht ganz naturgetreu ist:

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Na? Lösungsvorschläge bitte in den Kommentaren – bin auch gespannt, ob ihr erratet, wer sich hier verkleidet hat! ;-) Das Bild entstand übrigens am Piazza Cavour welcher dem Staatsmann  Camillo Benso Graf von Cavour gewidmet ist. Dort findet man auch einen wunderschönen, gepflegten Garten – direkt gegenüber befindet sich das Gerichtsgebäude. Von dort ist es nur noch ein kleiner Hüpfer zur Engelsburg, italienisch:  Castel Sant’Angelo.

Die Engelsburg war eigentlich als Mausoleum für Kaiser Hadrian und seine Nachfolger geplant, wurde jedoch später zuerst in die Stadtmauer als Zitadelle integriert und später zu einer starken Festung ausgebaut. Zu ihrem Namen kam die Engelsburg im Jahre 590, als in Rom aufgrund der Pest eine große Not herrschte. Der damalige Papst Gregor I soll über dem Mausoleum den Erzengel Michael gesehen haben, der das Ende der Pest verkündete, indem er das Schwert des göttlichen Zornes wieder zurück in die Scheide steckte – kurz darauf endete die Pest. Noch heute ziert eine Engelsstatue die Spitze der Engelsburg.

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Besonders toll fand ich jedoch die Engelsbrücke, die von 10 Engeln gesäumt wird. Allerdings bekam die Brücke ihren Namen nicht von diesen Engeln, sondern eben davon, dass sie die Verbindung über den Tiber zur Engelsburg bildet. Die 10 Engel wurden übrigens von Gian Lorenzo Bernini und seinen Schülern geschaffen. Nachdem wir uns sowieso auch den Tiber ansehen wollten, sind wir natürlich auch ganz gemütlich über die Engelsbrücke spaziert.

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Der Tiber sieht (momentan) leider nur von der Ferne wirklich toll aus. Besonders wenn man die Treppen zum Ufer hinungersteigt und direkt am Wasser ein bisschen spazieren geht, merkt man deutlich, dass auch der Tiber vor nicht allzu langer Zeit Hochwasser geführt hat. Auch an der Engelsbrücke kann man das Hochwasser noch erkennen – seht ihr die Bäumstämme? Auch geruchlich ist der Tiber nicht unbedingt ein Dufterlebnis…

Nachdem wir in dem trüben Wasser auch beim besten Willen einfach keine Fische entdecken konnten (obwohl wir sogar Fischer getroffen haben), machten wir uns auf den Weg zum Pantheon, welches wir zu unserem Nachmittags-Ziel erkoren hatten. Zuvor wollten wir allerdings noch die wunderschönen Brunnen auf dem Piazza Navona bewundern – seit ich diese auf einer Postkarte gesehen hatte, wollte ich da unbedingt hin.

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Ein kleines Mittagessen musste definitiv noch sein – wobei ich fast meine Sonnenbrille im Restaurant vergessen hätte. Meine einzige optische Sonnenbrille, zum Glück habe ich das Teil ziemlich schnell vermisst und habe sie dann doch wieder gefunden. Rom ohne Sonnenbrille geht nämlich nicht wirklich… dort scheint immerhin sehr, sehr oft die Sonne! ;-) Sicher bebrillt ging es dann um ein paar Ecken und schon standen wir direkt vor dem Eingang des Pantheons, wo sich natürlich schon wieder eine Menschentraube gebildet hatte.

Erbaut wurde das Pantheon unter Kaiser Hadrian – der wichtigste Teil des Pantheons ist wohl die Rotunde, also die Kuppel mit einem Durchmesser von über 43 Metern. Genau am höchsten Punkt wurde eine kreisrunde Öffnung ausgespart, durch die nun das Sonnenlicht (und natürlich auch Regen) in das Innere der Kuppel fällt. Dadurch kann man wunderschöne Fotos machen, finde ich. Nach der Erbauung durfte sich die Kuppel 1700 Jahre lang die größte Kuppel der Welt nennen.

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Als ich danach vorschlug, noch einmal zum Trevi-Brunnen zu gehen, war der Wolf wenig begeistert. Zum Glück fanden wir den Brunnen dieses Mal deutlich schneller als beim ersten Mal. ;-) Mittlerweile war nicht nur der Wolf leicht genervt von den Menschenmassen, sondern auch ich, sodass wir uns nicht besonders lange dort aufhielten, sondern schnell in die Metro hüpfen, um zum Piazza del Popolo zu fahren.

Hier hielten sich erstaunlicherweise deutlich weniger Menschen auf, obwohl der Piazza del Popolo einer der berühmtesten Plätze Roms ist. In der Mitte des Platzes steht nicht nur der zweitgrößte, sondern auch der zweitälteste Obelisk in Rom – der Obelisk Flaminio. Am Fuße dieses Obelisken findet man den Löwenbrunnen, dessen Name sich von selbst erklärt, wenn man die wasserspeienden Löwen erblickt – oder sich gleich draufsetzt, so wie der Wolf… *hihi*

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Danach waren wir allerdings ziemlich planlos, was wir mit dem Rest unseres Nachmittags anfangen sollten – noch eine Sehenswürdigkeit “einschieben” wollten wir nicht (eigentlich hätten wir ja für die Engelsburg viel mehr Zeit eingeplant), also beschlossen wir kurzerhand, uns die großzügigen Parkanlagen der Villa Borghese anzusehen, da diese fast direkt an den Piazza del Popolo anschließen. Ein bisschen Entspannung nach all der Lauferei würde uns schon guttun.

Auf die Galerie und das Casino haben wir allerdings bewusst verzichtet – bei all den Kunstwerken, die man in Rom zu sehen bekommt, stumpft man nämlich leider irgendwann ziemlich ab, sodass wir einfach nur die Gärten genossen. Unter anderem auch einen der zauberhaften, kleinen Seen, in denen man die Füße mal kurz im Wasser ausruhen konnte – was darin endete, dass wir danach Beide von oben bis unten nassgespritzt weitergehen mussten… ;-)

In den Parkanlagen entdeckt man nicht nur wunderschön angelegte Blumenbeete, Statuen, Büsten, Obelisken und sonstige Kunstwerke, sonder zB. auch verschiedene Tempel wie eben den den Äskulap Tempel. In dem See rund um diesen Tempel haben wir dann auch fast so etwas ähnliches entdeckt wie Fische, nämlich Schildkröten – die waren total niedlich und haben dort nicht nur getaucht, sondern sich auch den Panzer von der Sonne bescheinen lassen.

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Insgesamt verbrachten wir wohl sicherlich fast 3 Stunden in diesem riesigen Park, bis uns der Hunger zurück zum Hotel trieb, wo wir unsere Rucksäcke zwischenparkten, um uns auf die Suche nach etwas zu Essen zu machen. An diese Restaurant-Suche erinnere ich mich noch gut, denn wir waren etwas zu bald dran (der Römer isst ja eher später zu Abend, etwa ab 20:30 Uhr), sodass die Restaurants entweder noch nicht offen hatten, oder komplett bis auf den letzten Platz reserviert waren.

Also liefen wir sicherlich fast eine Stunde durch Rom, bis wir endlich ein Restaurant entdeckten, indem wir dafür aber umwerfend gut gegessen haben. Zwar auch definitiv das Teuerste Essen des ganzen Urlaubes, aber SO LECKER – dumm nur, dass mir der Name des Restaurants nicht mehr einfällt. Kommt es euch auch nicht so vor, als hätten wir die ganze Zeit nur gegessen? ;-)

13 Responses to Ein Städtetrip nach Rom – Teil III

  1. Sabienes

    Deine Fotos sind wirklich der Hit! So schön hatte ich Rom gar nicht in Erinnerung …
    LG
    Sabienes

    • Mestra Yllana

      <3 Danke für das Lob, ich freu mich! =)
      Oh, Rom ist wunderschön, wenn es nach mir ginge, würde ich glatt noch drei- oder viermal so viele Fotos einfügen (haben ja auch über 600) aber ich glaube, dann brauch ich bald neuen Speicherplatz!
      Ich bekomme immer so Fernweh, wenn ich einen Artikel schreibe… ein oder zwei kommen ja noch! =)

  2. Hannes

    Da muss ich Sabines zustimmen…als ich in Rom war, war das Wetter schlecht und regnerisch und nicht ansatzweise so schön wie bei euch.
    Dementsprechend habt ihr auch tollere Bilder :P

    Grüße Hannes

    • Mestra Yllana

      Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass es in Rom auch mal regnet! ;-) Bei uns war es nur sonnig, heiß und wunderschön, der Urlaub war einfach von vorne bis hinten wunderschön! Da freue ich mich ehrlich, dass wir da so großes Glück hatten!
      Schade, dass ihr nicht auch solches Glück hattet!! =(

  3. Thomas

    Wunderschöne Foto`s und toller Bericht. Leider hat es auch bei uns geregnet als wir in Rom waren. Das du wunderschöne Tage hattest kann ich mir bildlich vorstellen

    • Mestra Yllana

      Dann müssen wir wohl irgendwelche VIP’s gewesen sein, wenn es bei euch allen geregnet hat, kann ich gar nicht verstehen! Ich lade euch dafür einfach noch ein paar Bilder hoch, dann könnt ihr Rom zumindest auf den Fotos im Sonnenschein genießen! =)

  4. Ruby

    Och wie süß, zwei putzige Wasserschildkröten. Und auch die anderen Bilder sind einfach nur herrlich schön….da bekommt man sofort Lust auf Rom und Urlaub. ;)

    Lieben Gruß,
    Ruby

    • Mestra Yllana

      Die Schildkröten waren echt niedlich – zuerst war ich echt am Überlegen, was denn da unter der Wasseroberfläche schwimmt – war gar nicht so einfach zu erraten, dass das Schildkröten sind! ;-)

  5. Manu

    Du machst mich immer neidischer auf Rom ^^ menno, mag doch auch dahin :)
    Ob ich dann allerdings dort auch Wölfe sehe die sich als Palme tarnen oder auf Löwen reiten, das mag ich bezweifeln ^^ :D
    Schöne Bilder!!

  6. Honey

    So schöne Urlaubsfotos :)

  7. Daggi

    Wieder einige tolle Bilder – besonders faszinierend finde ich die Engelsburg.

    Und den Wolf auf dem Löwen ;)

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