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Sugaring – gar nicht so “neu” wie gedacht…

Posted by on 03/06/2014

Beim Thema “(dauerhafte) Haarentfernung” scheiden sich die Geister. Da haben wir zum Einen die (Nass)Rasierer, die auf die schnelle und einfache Rasur setzen. Täglich unter der Dusche ein paar Minuten investiert und glatte Beine sind zumindest für einen Tag sicher. Wer auf eine etwas dauerhaftere Haarentfernung Wert legt, wir vermutlich zum Epilierer oder zu Kaltwachsstreifen greifen. Epilieren finde ich grundsätzlich ganz praktisch und man hat auch einige Zeit Ruhe.

Mit Kaltwachsstreifen habe ich bisher noch nicht gearbeitet, den missglückten Versuch mit schmalen Streifen für die Augenbrauen zähle ich mal lieber nicht, das war eher ein Reinfall. Dann gäbe es dann noch das Sugaring, also die Haarentfernung mit “Warmwachs” (Halawa) – eine Methode, die es schon viel länger gibt, als ich zuerst dachte. Denn diese Methode wird schon seit Jahrhunderten von den orientalischen Frauen zur Haarentfernung – der Islam schreibt ja eine regelmäßige Enthaarung vor – angewandt.

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Das sogenannte Halawa ist allerdings keine Wachsmasse, sondern besteht nur aus Wasser, Zitronensaft und Zucker – keine chemischen Zusatzstoffe, die die gereizte und irritierte Haut also zusätzlich reizen könnten. Damit ist diese Zuckerpaste auch absolut schonend zur Haut.
Meistens wird das “Sugaring”, auch Zuckern genannt, in Kosmetikstudios durchgeführt, in denen speziell ausgebildete Kosmetikerinnen diesen Service anbieten. Grundsätzlich braucht man für den Umgang mit der bernsteinfarbenen Paste nämlich ein bisschen Übung – natürlich kann man sich diese Zuckerpasten fürs Sugaring zu Hause zB. online kaufen. Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Methoden:

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Vliesstreifentechnik:
Diese Methode ist für Anfänger noch am Besten geeignet, da die Handhabung der Paste etwas leichter ist. Hierbei ist die Paste etwas weicher, sodass sie sich mit einem Spatel gleichmäßiger und einfacher auftragen lässt. Dazu nimmt man einfach etwas von der Zuckerpaste mit einem Spatel auf und trägt diese gegen die Wuchsrichtung auf die zu enthaarende Stelle auf. Am Besten etwas kleinflächiger beginnen und zB. nicht gleich das ganze Bein einstreichen, dann fällt das Abziehen ein bisschen einfacher! =)

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Dann nimmt man einen Vliesstreifen zur Hand und legt diesen auf die Zuckerpaste auf – gut festdrücken und mehrfach mit den Fingern darüberstreifen, sodass der Vliesstreifen gut mit der Paste und diese wiederum gut mit den Härchen “verbrüdert” ist. Nun wird der Vliesstreifen mit einem entschlossenen, kräftigen Ruck IN Wuchsrichtung abgezogen. Die Haare bleiben an der Zuckerpaste kleben und werden mitsamt der Haarwurzel entfernt. Praktischerweise kann man den Vliesstreifen mehrfach verwenden – dazu einfach die Seite mit der Zuckerpaste ineinander falten, etwas “verreiben”, auseinander ziehen und wieder auf das Bein “aufstreichen”.

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“Flicking” – die Handtechnik:
Beim Flicking verwendet man eine festere, stabilere Zuckerpaste als bei der Vliesstreifen-Methode – zudem wird hier die Paste vor der eigentlichen Anwendung in der Hand ein bisschen geknetet und “bearbeitet”, damit die Paste etwas weicher und anpassungsfähiger wird.
Auch hier wird die Paste wieder gegen die Wuchsrichtung aufgetragen (per Hand) und in Wuchsrichtung abgezogen – ohne Hilfsmittel oä., beim Flicking wird nur mit den Händen gearbeitet. Diese Methode verlangt noch etwas mehr Fingerfertigkeit und Übung, da sowohl Abzieh-Geschwindigkeit als auch der Winkel noch besser sitzen müssen.

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Meine Erfahrungen:
Bisher habe ich nur die Vliesstreifentechnik wirklich durchgezogen und beherrsche sie mittlerweile auch ganz gut (zu Beginn habe ich meistens etwas zu viel Paste verwendet oder habe zu langsam abgezogen). So einfach wie es klingt, ist die Anwendung natürlich nicht, aber auch nicht so schwierig, wie man nach den ersten Versuchen denkt – man braucht eben ein bisschen Übung und auch etwas energischen Mut.
Zu Beginn hatte ich etwas mit der Konsistenz bzw. mit der Klebrigkeit zu kämpfen (Stichwort: zu viel Paste), allerdings legt sich das relativ schnell. Zudem macht es nichts, wenn man etwas Paste daneben geht, denn mit etwas warmem Wasser ist die Paste ruckzuck wieder entfernt, selbst aus Handtüchern und Co.

Vom Schmerzlevel würde ich sagen, dass sich die Schmerzen in Grenzen halten, ich finde sogar, dass das Epilieren teilweise sogar etwas schmerzhafter ist. Man sollte in jedem Fall nicht gleich den Hut draufschmeißen, wenn es nicht gleich klappt, denn selbst bei der Vliesstreifentechnik muss man ein paar Erfahrungen sammeln, bevor man die Schritte richtig beherrscht.

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Die richtige Menge an Zuckerpaste, die Geschwindigkeit und der Winkel in dem man den Vliesstreifen abziehen muss, usw. … all diese wichtigen Kleinigkeiten bekommt man mit wachsender Erfahrung ins Gefühl und man merkt dann auch die Erfolge recht deutlich. Und das Ergebnis wird auch von Mal zu Mal besser – zu Beginn kann es sein, dass man mal eine Stelle übersieht oä. aber zum Glück kann man ja schön nacharbeiten.

Toll ist, dass die Haut nach der “Zucker-Behandlung” kaum irritiert ist – nach der Epilation reagiert meine Haut merklich gereizter als nach dem Sugaring. Nach der Enthaarung ist die Haut schön weich und glatt, ich denke, dass auch das eine oder andere abgestorbene Hautschüppchen an der Paste haften bleibt, gemeinsam mit den ungeliebten Haaren. Bei den ersten Malen hatte ich etwa 10-14 Tage glatte Beine, die Zeitabstände werden allerdings größer, je länger man mit dieser Methode arbeitet.

sugaring-0841Jaaa, schon irgendwie eklig, aber man sieht das Ergebnis, oder? ;-)

Eine gute Freundin stellt sich ihre Zuckerpaste übrigens selbst her – bis sie allerdings das richtige Verhältnis aus Wasser,Zucker und Zitronensaft herausgefunden hatte, dauerte es eine Weile. Trotz hilfreicher Youtube-Videos und viel Geduld waren die Pasten entweder zu weich oder zu hart.
Und natürlich benutzt sie ihre selbstgemachte Zuckerpaste dann auch – und traut sich auch über den Intimbereich, vor dem ich gekniffen habe. Ich denke, dazu brauche ich noch ein bisschen mehr Übung und ein bisschen Mut, aber ich werde mich irgendwann auch mal an den Intimbereich wagen. Laut meiner Freundin ist alles nur halb so schlimm, sobald man erst einmal den Dreh heraußen hat.

links: gekaufte Zuckerpaste, rechts: selbstgemachte Zuckerpaste

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Und ihr so? Schon mal Sugaring ausprobiert?
Oder gibt es sogar jemanden, der sich auch zu Hause an die Zuckerpaste wagt?

 

30 Responses to Sugaring – gar nicht so “neu” wie gedacht…

  1. Manu

    Weder noch *waaaaah* ich mag auch kleine Haare an den Beinen o.O
    Mir kommt da nichts hin was annähernd aussieht, wie etwas was auch nur ein kleines bisschen weh tun könnte o.O

    LG

    Manu

    • Mestra Yllana

      Manu ist ein Schisser! =P
      So schlimm ist das wirklich nicht, ehrlich! Also ich hätte es mir schlimmer vorgestellt, wenn ich ehrlich bin. Und wenn man erst mal das Epilieren gewohnt ist, dann ist Sugaring echt zu verschmerzen! =)

  2. Ellen

    Hi,

    ach neeee, da halte ich lieber doch den Epilierer aus. Ich bin da ne kleine Bangbüx, egal ob Wachs oder Zucker. Selbst könnte ich mir die Streifen niemals runterreißen.

    Hab das mal mit einer Freundin zusammen mit Wachs probiert, was ne Sauerei und runterbekommen haben wir es nur mit Mühe.

    Nach der Epilation schmiere ich mir gleich eine Lotion auf die Haut, dann ist die Irritation sehr schnell weg.

    Gruß
    Ellen

    • Mestra Yllana

      Mh – ich denke zu Beginn kostet alles Überwindung, ob Kaltwachs, Epilieren oder Sugaring. Aber wenn man eine der drei Methoden aushält, dann verputzt man auch die anderen Beiden. Vom Schmerzlevel finde ich sogar, dass das Epilieren mehr weh tut!

      Kaltwachs habe ich bisher erst einmal “ausprobiert”, das war eine Katastrophe, wenn ich ehrlich bin. Und die Zuckerpaste ist ja einfach wieder abzuwaschen, da sie sich fast sofort mit warmem Wasser ablösen lässt, wirklich eine Sauerrei ist es also nicht! =)

      Ich verwende nach der Rasur/Epilation/Sugaring immer einen Apres Sun Spray von myBody, auf den schwöre ich, das enthaltene Aloe Vera kühlt schön und die Irritationen halten sich dann vornehm zurück!

  3. Bienenstube

    ohh das tut beim lesen u anschauen der Bilder ja schon Weh….. Ich hab bisher vor Jahren einmal Wachszeug ausprobiert und fand das um längen schlimmer als Epillieren.

    • Mestra Yllana

      Ich finde es vom Schmerzlevel wirklich nicht schlimm(er als Epilieren), man hält es eigentlich sehr gut aus. Und mit wachsender Erfahrung tut es auch immer weniger weh, finde ich.

  4. Andrea

    Oh je, ich glaube, bei mir würde es schon an der Überwindung scheitern…
    In sowas bin ich ja ein empfindlicher Angsthase…dabei habe ich es noch nie ausprobiert. Alleine der Gedanke daran reicht mir schon, um mir eine Gänsehaut zu verursachen!
    Ein Pflaster abmachen, wenn Härchen da sind, ist ja schon Quälerei! :)
    LG Andrea

    • Mestra Yllana

      Ich denke, das erste Mal den Epilierer ansetzen hat bei mir mehr Überwindung gekostet – bzw. den dann auch an der Haut zu lassen! =P Beim Sugaring hast ja gerade bei der Vliesstreifen-Technik weniger schnelle Schmerzimpulse als beim Epilieren, weil du ja zwischendurch immer wieder Paste auftragen musst! =)

  5. Romy Matthias

    Ich trau mich da auch nicht ran wegen der Schmerzen. Bin der klassische Typ, der alle 3 Tage nass rasiert:-) LG Romy

    • Mestra Yllana

      Mich nervt beim Rasieren einfach, dass ich meistens schon am nächsten Tag abends Stoppeln spüre – und dann nervt mich die ganze Rasiererei, auch wenn ich zugebe, das ich ab und an gerne zum Nassrasierer greife… tut eben nicht weh und geht auch relativ schnell! =)

  6. Mel

    Ich geh immer in ein Waxing Studio. So alle 5 Wochen oder so. Ich finde diese Methode echt gut, aber selber machen könnte ich das nicht.

    • Mel

      Ach so, was ich noch vergessen habe. Dieses Haarentfernen mit Wax ist schon toll. Keine Pusteln mehr, wie beim rasieren und auch nicht so viele Schmerzen wie beim epilieren. Ich mag das einfach. Und man hat relativ lange ruhe.
      Ich hab auch schon einmal die Kaltwachsstreifen von Veet benutzt, aber das war eine einzige Katastrophe.

      • Mestra Yllana

        Arbeiten die bei dir im Studio mit Wachs oder Zuckerpaste? Soweit ich weiß, ist der Begriff “Waxing” ja nur ein Oberbegriff und manche Studios verwenden dann Wachs, während andere wieder die Zuckerpaste verwenden… =)

        Jap, das finde ich eben auch – alleine, weil die Irritationen wegfallen finde ich es ja schon prima. =)
        Und bleib mir bitte mit den Kaltwachsstreifen weg… *brrr*

        • Mel

          Das ist wachs. Mit Zuckerpaste hab ich noch nicht ausprobiert. Aber die brauchen da dann auch keine Streifen mehr. Ist alles ganz angenehm. Und eben auch in der Intimzone. Da würde ich mich mit dem Epilierer nicht rantrauen und wie gesagt vom rasieren bekomme ich dann immer Ausschlag, der über ne Woche bleibt. Das macht dann auch immer alles keine Spaß.

          • Mestra Yllana

            Beim Sugaring gibt es auch so eine etwas festere Paste, wo man dann keine Streifen mehr braucht. Spart man gleich noch ein bisserl Geld, weil die Vliesstreifen sind auch nicht ganz so billig.
            In die Intimzone habe ich mich bisher noch nicht gewagt, da überlege ich eher, ob ich mal eine Fachfrau ranlasse, weil da kann ich mich im Extremfall die ersten paar Male wo festkrallen! ;-)
            Und ein Epilierer kommt mir erst gar nicht in diese Gefielde, da gruselts mir schon bei dem Gedanken…

  7. Chelisa

    Ich nutze einen Epilierer. An die Schmerzen gewöhnt man sich nach einer Zeit :)
    Mit Wax kam ich so gar nicht klar. Hatte mal einen Gutschein für ein Sugaring. Den habe ich allerdings verschenkt, weil mir das doch irgendwie unangenehm ist, dass wer anders meine Haare entfernen soll…

    • Mestra Yllana

      Oh, also de Gutschein hätte ich schon genutzt – hätte dann die Dame dort nach allen Regeln der Kunst ausgefragt, die können einem ja sicher noch Tipps geben, die man dann daheim ausprobieren kann! =)

  8. Brigitte

    Na bravo, sieht zumindest lecker aus, hihi. Ich bin ein Rasierfreak, weil vom Epilieren bekomm ich immer lauter rote Punkte. Sugaring klingt interessant, denn dauernd rasieren und die Stoppeln nerven mit der Zeit. Ich glaub ich muss das mal probieren. Schmerzen kann man verkraften, wenn man hinterher eine schöne haarfreie Haut hat, denke ich mal. Toller Bericht.
    Liebe Grüße

    • Mestra Yllana

      Schmeckt auch gar nicht so schlecht, muss ich ganz ehrlich zugeben! =P Und jaaa, ich hab die Paste gekostet – ist ja nur Zucker, Wasser und Zitronensaft! *höhö*
      Vielleicht gibt es bei dir in der Nähe ja ein Studio, dann kannst es ja zuerst mal so probieren und dir ein paar Tipps von einer Fachfrau holen, das ist sicherlich hilfreich! Oder du springst wie ich gleich ins kalte Wasser und probierst es selbst aus! Wenn Fragen sind, immer her damit! =)

  9. shadownlight

    ich nutze selber auch heisswachs und finde es super effektiv. sugaring werde ich mir mal selber anrühren, man braucht nur zucker und zitrone, ich denke das rezept finde man ganz einfach im netz und teilweise ist die konsinstenz dann so, dass man es mit den blosen fingern abreissen kann und somit das fleece spart. gglg

    • Mestra Yllana

      Oh, Rezepte findest du en masse, aber an die richtige Konsistenz musst du dich vermutlich mit mehreren Versuchen erst mal ranwagen! =) Aber eigentlich klappt es auch ganz gut – oder du bestellst dir einfach eine Paste, schont die Nerven!

  10. margit

    ,Ich glaube, bei mir würde scheitern…Toller Bericht.
    Schönen Mittwoch

  11. Romy

    Ich denke, das ist nichts für mich. Traue mich auch nicht an den Wachs.

    LG Romy

    • Romy

      Ich revidiere. Hab das Warmwachs probiert von Balea und bin total begeistert wie schnell und einfach das ging. Und es tat nicht weh.

      Vielleicht traue ich mich auch bald an diese Variante.

      Lg Romy

      • Mestra Yllana

        =) Na sag ich doch! =) Ich freue mich für dich – man muss einfach mal was Neues ausprobieren, nicht immer tritt das ein, was man eigentlich negatives erwartet hätte! =P

  12. Ruby

    Huhu,

    niemals werde ich solch ein Zeug auftragen. Was aber nur daran liegt, dass meine Haut mir das niemals verzeihen würde. Sie würde mich ganz schwer bestrafen und ich würde meines Lebens nicht mehr froh werden. :P
    Ne meine Neuro verträgt sich mit solch Wachsgeschichten überhaupt nicht, daher überlasse ich diese Methode dann doch lieber anderen. ;)

    Lieben Gruß,
    Ruby

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