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Wie romantisch – ein Zahnarztbesuch am Valentinstag!

Posted by on 07/02/2013

Ich hatte mir bereits vor Weihnachten einen Zahnarzttermin für 22. Januar ausgemacht, nicht, weil ich irgendwo höllische Schmerzen gehabt hätte oder weil irgendetwas besonders anstand, sondern weil mich meine Zähne mittlerweile gelehrt habe, ordentlicher auf sie zu schauen – ihr werdet gleich erfahren, warum und vor allem, wie schmerzhaft das war. Leider bekam ich dann einen Brief, in dem mir mitgeteilt wurde, mein Termin müsse verschoben werden – auf den 14. Februar.

Na prima, dachte ich mir, schon wieder ein Valentinstag beim Zahnarzt! Schön! Toll! Ich freu mich! *ironieausknips*
Es scheint wohl mittlerweile Tradition zu werden, dass ich mich am Valentinstag beim Zahnarzt aufhalten muss. Vor zwei Jahren hatte ich nämlich mein bisher schmerzhaftestes Problem mit meinen Zähnen, ebenfalls rund um den 14. Februar. Ich hatte höllische Schmerzen in der linken, oberen Zahnreihe, weswegen ich meinen üblichen Zahnarzt aufsuchte.

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Der war natürlich sofort bereit, eine Wurzelbehandlung durchzuführen, wogegen ich mich aber zum Glück im allerletzten Moment aufgrund eines unguten Gefühls dagegen entschied. Ich hopste also vom Stuhl und bat den Wolf, mir einen anderen Zahnarzt rauszusuchen. Die Schmerzen waren mittlerweile unerträglich und so begleitete mich der Wolf zu Zahnärztin Nummer 2, die beschloss, dass einfach nur die Füllung von einem Zahn links oben porös geworden sei und mir diese herausnahm und eine Neue einsetzte.

Die Schmerzen blieben jedoch und als wir endlich fertig waren, saß ich heulend am Behandlungsstuhl, denn trotz mehrerer Betäubungsspritzen tobte der Schmerz nach wie vor unvermindert weiter. Ich war so fertig (immerhin hatte ich zu diesem Zeitpunkt seit 5 Tagen pochende, pulsierende, ziehende, kurzum mörderische Schmerzen), dass ich danach im Warteraum weinend zusammenbrach – und das heißt was bei mir.

Die neue Zahnärztin, die mir immer unsympathischer wurde, verschrieb mir daraufhin “Psychopillen”, so richtige Hirn-Weichmacher, weil ich angeblich hysterisch wäre und kurz vorm durchdrehen – zudem würde ich ihrer Meinung nach nur tachinieren, also mir den Schmerz nur einbilden. Nachdem der Wolf der Zahnärztin seine Meinung gegeigt hatte (die hatte mich ausgelacht, nicht nur sie, sondern auch ihre Sprechstundenhilfen!!), brachte er mich nach Hause, packte mich aber nach 10 Minuten Sucherei im Internet wieder ins Auto und brachte mich ins Zahnambulatorium, wo ich sofort drankam, nachdem die Sprechstundenhilfe einen Blick auf mich geworfen hatte.

Während ich also bei der Zahnärtzin saß, stand der Wolf immer tröstend an meiner Seite, hielt mir die Hand, redete beruhigend auf mich ein und schilderte der Zahnärztin mein Problem. Diese warf einen kurzen Blick auf meine Zähne, tippte die Zähne einzeln mit einem Eisstäbchen an und fand das Problem – aber nicht wie erwartet dort wo es wehtat, also links oben, sondern links UNTEN, wo ein einzelner Zahn abgestorben war, der diese höllischen Schmerzen verursachte.

Die Zahnärtzin war ein Unikat, sprach ein schräges Deutsch mit osteuropäischem Einschlag und behandelte mich schnell und effektiv. Zudem sagte sie mir deutlich, ich solle jetzt mal zum jammern aufhören, je mehr ich “trenzen” würde, umso länger würde die Behandlung dauern. Wenn ich mich zusammenreißen würde, ginge alles schneller und ich wäre schneller schmerzfrei. Ich war so baff, dass ich tatsächlich aufhörte und mich zusammenriss.

Die Behandlung des Zahnes konnte leider nicht in einer Sitzung abgeschlossen werden, sodass ich eine Woche später wiederkommen musste – aber ich hatte mich in die Zahnärztin “verliebt”. Drei Tage später – es war ein schöner, sonniger Sonntag, musste ich leider zum zahnärztlichen Notdienst ins Unfallkrankenhaus, denn der Zahn hatte sich leider entzündet und tat wieder höllisch weh, da die beiden vorherigen Zahnärzte zu unfähig waren, um die richtige Fehlerquelle zu finden.

Wieder saß der Wolf neben dem Behandlungsstuhl, heulte selber halb mit, denn dieses Mal musste mir der Arzt ohne Betäubung das Zahnfleisch rund um den kaputten Zahn aufschneiden, um einen Esslöffel gelbliches Exsudat entfernen zu können. Während ich dem Wolf die Hand zerquetschte und heulte wie ein Schlosshund, streichelte mir dieser den Kopf und versuchte, mich mit irgendwelchen verrückten Quasseleien abzulenken und zum Lachen zu bringen.

Danach bekam ich Antibiotika und durfte wieder nach Hause gehen – nachdem die Schmerzen vom Aufschneiden abgeklungen waren, gab der Zahn auch seine Ruhe. Die osteuropäische Zahnärztin schloss zwei Tage später die restliche Behandlung ab und seitdem bin ich schmerzfrei – und suche jedes Jahr “meine” Zahnärztin auf, denn nicht nur ihre burschikose Art gefällt mir unheimlich gut, auch die Behandlung wird immer professionell und gekonnt abgewickelt.

Worauf ich aber eigentlich hinauswollte, ist das Valentinstagsgeschenk, welches mir der Wolf letztes Jahr gemacht hat. Passend zu obiger Geschichte, die sich damals ja im Vorjahr abgespielt hatte, tat er am 14. Februar total geheimnisvoll und kam schlussendlich mit einer großen Schachtel angetanzt. Er hielt eine lange Ansprache, wie froh er sei, dass ich in diesem Jahr keine so dollen Zahnschmerzen hätte und er als Trost ein passendes Geschenk für mich hätte. Aus der Schachtel zog er dann dieses Tierchen:

krokodocGlaubt mir, ich habe Tränen gelacht beim Anblick dieses Kroko Doc’s, ich wusste gar nicht, dass es die überhaupt noch zu kaufen gibt, schließlich gab es dieses Krokodil schon in meiner Kindheit. Das Krokodil kennt hier vermutlich jeder, dabei muss man immer abwechselnd einen der Zähne nach unten drücken, wenn man Pech hat und den falschen Zahn erwischt,  klappt das Kroko sein Maul zu und man hat sozusagen verloren.

Zwar ist das Krokodil mittlerweile umgezogen und wird nun vom Sohn einer Freundin leidenschaftlich gerne bespielt, wobei ich mich gerne immer wieder auch dazusetze und Marcel und ich einen Heidenspaß dabei haben – auch wenn oder gerade weil ich immer verliere! :-P

liebstöckeherzchen

So ist mein Wolf – ein absolut liebenswertes, knuddeliges und süßes Kuschelwölfchen, dass mich selbst in den unmöglichsten Momenten zum lachen bringt und immer mit den schrägsten und außergewöhnlichsten Geschenken auftaucht. Und mal ganz ehrlich: ich bevorzuge jedes verrückte Valentinstags-Geschenk, dass den Gedanken des Wolfes entsprungen ist,  einem 08/15 Blumenstrauß und den leckersten Pralinen.

Und wenn auch ihr so eine verrückte, romantische oder zauberhafte Valentinstags-Geschichte zu erzählen habt, dann solltet ihr das noch schnell tun, denn damit könnt ihr noch bis heute Abend an Sabines Giveaway mitmachen, bei dem es zwei tolle Männer-Pflegesets zu gewinnen gibt – wie gemacht für den Wolf, finde ich! ;-)

6 Responses to Wie romantisch – ein Zahnarztbesuch am Valentinstag!

  1. Desiree K

    Oh man, da hast du ja was erlebt! Du arme, das Geschenk ist echt genial von ihm gewesen :) gglg Desiree

    • Mestra Yllana

      Ich erinnere mich nur ungern daran, aber letztens sind mir wieder diese Hirn-Weichmacher in die Hände gefallen und da musste ich dann dran denken. Da sieht man mal wieder, dass auch Zahnarzt nicht gleich Zahnarzt ist! =)

      Oh, das Kroko ist supersüß, ich hab echt Tränen gelacht, als er mit dem Teil ankam!

  2. Andrea

    Ich hasse Zahnärzte und das schlimme daran ist, dass ich im März auch wieder hin muss :(
    Du hast ja echt einen Streifen mitgemacht, hoffentlich bleibt Dir sowas künftig erspart!
    Kroko Doc ist klasse – da habe ich schon so manches mal verloren. :)
    LG Andrea

    • Mestra Yllana

      Oh weh! =) Zahnärzte sind echt das Schlimmste – abgesehen von meiner natürlich, die ist prima! Die sagt mir, wo der Hammer hängt und dann bin ich ganz lieb und friedlich – und fühle mich abartigerweise auch pudelwohl – also so wohl wie man sich halt fühlen kann, wenn jemand an den Zähnen rumbohrt!

      Kroko Doc kann man auch zweckentfremden… nachdem der Bericht online ging, rief mich ein Freund an und meinte, er hätte den auch daheim… allerdings als Trinkspiel… Sachen gibts!^^

  3. Sabine v. Liebstöckelschuh

    OMG – dein Valentinstag scheint wirklich an Romantik kaum zu überbieten sein ;-)

    • Mestra Yllana

      Ich freue mich, dass du das genauso siehst! Ich hatte schon Zweifel, und fürchtete, jemand würde da völlig gegenteiliger Meinung sein! =P

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